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Kostenloser Widerspruch gegen Bescheid Vorlage

Mit einem Widerspruch gegen einen Bescheid fechten Sie eine behoerdliche Entscheidung an. Nutzen Sie unsere kostenlose Vorlage nach §§ 68 ff. VwGO — sofort als PDF herunterladen.

Kostenlos nutzbarSofort als PDFKein Konto erforderlich
Markus Stein
Friedrichstrasse 50, 10117 Berlin
+49 30 9988776655
m.stein@email.de
15. Maerz 2025
Bezirksamt Mitte von Berlin — Ordnungsamt
Karl-Marx-Allee 31, 10178 Berlin
Widerspruch gegen Bussgeldbescheid vom 1. Maerz 2025
Az. OA-2025-0042
Sehr geehrte Damen und Herren,

hiermit lege ich gegen Ihren Bussgeldbescheid vom 1. Maerz 2025, Aktenzeichen OA-2025-0042, mir bekannt gegeben am 5. Maerz 2025,

form- und fristgerecht

W I D E R S P R U C H

ein.
I. Fristwahrung

Gemaess § 70 Abs. 1 VwGO ist der Widerspruch innerhalb eines Monats nach Bekanntgabe des Verwaltungsakts bei der erlassenden Behoerde zu erheben. Der Bescheid wurde mir am 5. Maerz 2025 bekannt gegeben; der Widerspruch ist daher form- und fristgerecht. Er ist schriftlich erhoben (§ 70 Abs. 1 Satz 1 VwGO).
II. Gegenstand des angefochtenen Bescheids

Bussgeldbescheid ueber insgesamt 55,00 EUR (Bussgeld 40,00 EUR + Gebuehr 10,00 EUR + Auslagen 5,00 EUR) wegen angeblichen Parkverstosses (Halten im eingeschraenkten Halteverbot nach Zeichen 286 StVO) am 15. Februar 2025 gegen 14:30 Uhr in der Friedrichstrasse in Berlin, Hoehe Hausnummer 48.

Festgesetzter Betrag: 55,00 EUR
III. Antrag

Ich beantrage:

Ich beantrage, 1. den Bussgeldbescheid vom 01.03.2025 (Az. OA-2025-0042) in vollem Umfang aufzuheben und das Verfahren einzustellen; 2. hilfsweise das Verfahren wegen Geringfuegigkeit nach § 47 Abs. 2 OWiG einzustellen; 3. die Kosten des Verfahrens einschliesslich meiner notwendigen Auslagen der Landeskasse aufzuerlegen (§ 105 OWiG i.V.m. § 467 StPO).
IV. Begruendung

Der angegriffene Bescheid ist rechtswidrig und verletzt mich in meinen Rechten (§ 113 Abs. 1 Satz 1 VwGO analog). Im Einzelnen:
1. Geruegte Fehler

1. Fehlerhafte Sachverhaltsfeststellung: Die dem Bescheid zugrunde liegende Sachverhaltsfeststellung ist unvollstaendig bzw. unrichtig; entscheidungserhebliche Umstaende wurden nicht oder fehlerhaft gewuerdigt.

2. Ermessensfehler: Die Behoerde hat das ihr eingeraeumte Ermessen nicht, nicht vollstaendig bzw. fehlerhaft ausgeuebt (§ 40 VwVfG, § 114 VwGO).
2. Sachverhalt und rechtliche Wuerdigung

Der Bescheid ist rechtswidrig und aufzuheben. Mein Fahrzeug (amtl. Kennzeichen B-MS 4567, Ford Focus, schwarz) war zum fraglichen Zeitpunkt nachweislich ordnungsgemaess in einer markierten Parkzone (gebuehrenpflichtiger Parkstand nach Zeichen 314 StVO, Parkscheinautomat Nr. 1842) abgestellt. Der geloeste Parkschein war bis 15:00 Uhr gueltig und lag gut sichtbar hinter der Windschutzscheibe aus. Das eingeschraenkte Halteverbot nach Zeichen 286 StVO beginnt ausweislich der am 16. Februar 2025 durch mich aufgenommenen Lichtbilder erst zwei Parkfelder weiter in Richtung Jaegerstrasse. Das Beweisfoto des Aussendienstmitarbeiters zeigt lediglich mein Fahrzeug ohne den Verkehrszeichen-Kontext, so dass die Tatbestandserfuellung nicht nachweisbar ist. Im Zweifel ist nach dem Grundsatz "in dubio pro reo" zugunsten des Betroffenen zu entscheiden. Zudem wurde im Rahmen der Bussgeldbemessung das Ermessen fehlerhaft ausgeuebt, da der von der Behoerde unterstellte Regeltatbestand tatbestandlich nicht vorliegt.
VI. Abhilfe

Ich rege an, dem Widerspruch gemaess § 71 VwGO durch Selbstabhilfe zu entsprechen. Sofern Sie dem Widerspruch nicht oder nicht vollstaendig abhelfen, legen Sie die Sache gemaess § 73 Abs. 1 VwGO der zustaendigen Widerspruchsbehoerde zur Entscheidung vor.
Hinweis Ordnungswidrigkeitenverfahren

Der Einspruch gegen den Bussgeldbescheid richtet sich nach §§ 67 ff. OWiG; sofern die Verwaltungsbehoerde dem Einspruch nicht abhilft (§ 69 OWiG), uebersendet sie die Akte der Staatsanwaltschaft zur Weiterleitung an das Amtsgericht. Ich behalte mir vor, in der Hauptverhandlung Beweisantraege zu stellen und Zeugen zu benennen.
Anlagen / Beweismittel

1. Kopie des Bussgeldbescheids vom 01.03.2025 (Anlage 1)
2. Kopie des Parkscheins vom 15.02.2025 (Anlage 2)
3. Lichtbilder des Parkstands mit umgebender Beschilderung (Anlage 3a–3d)
4. Google-Maps-Screenshot mit Markierung der Parkzone (Anlage 4)
5. Stellungnahme der Zeugin Frau Roth (Anlage 5)
Bestaetigung und weiterer Verfahrensgang

Ich bitte um schriftliche Bestaetigung des Eingangs dieses Widerspruchs unter Angabe des Aktenzeichens. Sofern dem Rechtsbehelf nicht abgeholfen wird, wird um Erlass eines Widerspruchsbescheids nach § 73 VwGO gebeten. Die Klagefrist gegen den Widerspruchsbescheid betraegt einen Monat (§ 74 Abs. 1 VwGO bzw. § 47 Abs. 1 FGO).
Hinweis: Bei fehlender oder fehlerhafter Rechtsbehelfsbelehrung verlaengert sich die Widerspruchs-/Einspruchsfrist auf ein Jahr ab Bekanntgabe (§ 58 Abs. 2 VwGO bzw. § 356 Abs. 2 AO). Dieser Umstand bleibt vorsorglich vorbehalten.
MIT FREUNDLICHEN GRUESSEN
Markus Stein
Datum: ____________________

Was ist ein Widerspruch gegen einen Bescheid?

Ein Widerspruch ist ein foermlicher Rechtsbehelf, mit dem ein Buerger gegen einen belastenden Verwaltungsakt (Bescheid) einer Behoerde vorgeht. Der Widerspruch leitet das Widerspruchsverfahren (Vorverfahren) ein, das der gerichtlichen Klage vorgeschaltet ist (§§ 68 ff. VwGO).

Die Widerspruchsfrist betraegt grundsaetzlich einen Monat nach Bekanntgabe des Bescheids (§ 70 VwGO). Bei fehlender oder fehlerhafter Rechtsbehelfsbelehrung verlaengert sich die Frist auf ein Jahr (§ 58 Abs. 2 VwGO). Der Widerspruch muss schriftlich oder zur Niederschrift bei der Behoerde eingelegt werden.

Im Widerspruchsverfahren prueft die Behoerde (Ausgangsbbehoerde und Widerspruchsbehoerde) den Bescheid nochmals vollstaendig — sowohl auf Rechtsmaessigkeit als auch auf Zweckmaessigkeit. Typische Anwendungsfaelle sind: Ablehnungsbescheide (Sozialleistungen, Baugenehmigung), Gebuehrenbescheide, Bussgeldbescheide oder Steuerbescheide.

Was diese Vorlage enthaelt

Unsere Vorlage deckt alle wesentlichen Elemente eines wirksamen Widerspruchs ab.

Angaben zum Widerspruchsfuehrer

Vollstaendiger Name, Anschrift und Kontaktdaten des Widerspruchsfuehrers.

Angaben zur Behoerde

Name und Anschrift der Behoerde, die den Bescheid erlassen hat.

Bescheidbezeichnung

Genaue Bezeichnung des angegriffenen Bescheids — Aktenzeichen, Datum, Gegenstand.

Widerspruchserklaerung

Ausdrueckliche Erklaerung des Widerspruchs gegen den genannten Bescheid.

Begruendung

Darstellung der Gruende, warum der Bescheid rechtswidrig oder unzweckmaessig ist.

Antrag

Konkreter Antrag — Aufhebung des Bescheids, Abänderung oder Erlass eines neuen Bescheids.

Beweismittel

Hinweis auf beigefuegte oder verfuegbare Nachweise und Belege.

Datum und Unterschrift

Datum des Widerspruchs und eigenhaendige Unterschrift.

So legen Sie einen Widerspruch ein

In fuenf Schritten zu Ihrem Widerspruch.

  1. 1

    Bescheid identifizieren

    Notieren Sie Aktenzeichen, Datum und Behoerde des angegriffenen Bescheids.

  2. 2

    Ihre Daten eintragen

    Geben Sie Ihren vollstaendigen Namen und Ihre Anschrift ein.

  3. 3

    Begruendung formulieren

    Beschreiben Sie, warum der Bescheid Ihrer Meinung nach rechtswidrig ist — Tatsachen und Rechtsgruende.

  4. 4

    Antrag stellen

    Formulieren Sie Ihren konkreten Antrag — Aufhebung, Abaenderung oder Neubescheidung.

  5. 5

    Pruefen und herunterladen

    Ueberpruefen Sie alle Angaben, laden Sie den Widerspruch als PDF herunter und senden Sie ihn fristgerecht an die Behoerde.

Rechtliche Hinweise

Beim Widerspruch gegen einen Bescheid sind strenge Fristen und Formvorschriften zu beachten.

Diese Vorlage dient ausschliesslich zu Informationszwecken und stellt keine Rechtsberatung dar. Bei komplexen Verwaltungsverfahren empfiehlt sich eine anwaltliche Beratung.

Widerspruchsfrist (§ 70 VwGO)

Die Widerspruchsfrist betraegt einen Monat nach Bekanntgabe des Bescheids. Bei fehlender Rechtsbehelfsbelehrung verlaengert sich die Frist auf ein Jahr. Die Frist ist nicht verlaengerbar — ein verspaeteter Widerspruch ist unzulaessig.

Aufschiebende Wirkung

Der Widerspruch hat grundsaetzlich aufschiebende Wirkung (§ 80 Abs. 1 VwGO) — der Bescheid darf nicht vollzogen werden. Ausnahmen gelten bei Anforderung oeffentlicher Abgaben, Polizeiverfuegungen und wenn die Behoerde die sofortige Vollziehung anordnet.

Widerspruchsverfahren

Die Ausgangsbehoerde prueft den Widerspruch zunaechst selbst (Abhilfe). Hilft sie nicht ab, legt sie den Widerspruch der Widerspruchsbehoerde vor, die einen Widerspruchsbescheid erlasst. Gegen diesen kann Klage beim Verwaltungsgericht erhoben werden.

Besonderheiten im Sozialrecht

Im Sozialrecht (SGB) ist das Widerspruchsverfahren zwingend vorgeschrieben. Die Widerspruchsfrist betraegt ebenfalls einen Monat. Das Widerspruchsverfahren ist kostenfrei (§ 64 SGB X).

Haeufig gestellte Fragen

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