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Kostenlose Vaterschaftsanerkennung Vorlage

Eine Vaterschaftsanerkennung begruendet die rechtliche Vaterschaft fuer ein Kind nicht verheirateter Eltern. Nutzen Sie unsere kostenlose Vorlage als Entwurfsgrundlage nach § 1594 BGB — sofort als PDF herunterladen.

Kostenlos nutzbarSofort als PDFKein Konto erforderlich
VATERSCHAFTSANERKENNUNG
Vorbereitungsdokument GemäSs §§ 1592, 1594 BGB · Anerkennung Nach Geburt
WICHTIGER HINWEIS: Die Vaterschaftsanerkennung und die Zustimmung der Mutter bedürfen der öffentlichen Beurkundung (§ 1597 Abs. 1 BGB). Ohne Beurkundung ist die Anerkennung unwirksam (§ 1598 BGB). Dieses Dokument dient ausschliesslich als Vorbereitung und Entwurf für den Beurkundungstermin. Die Beurkundung beim Jugendamt und Standesamt ist kostenfrei.
VATER (ANERKENNENDER)
NAMEDaniel Richter
ANSCHRIFTKastanienallee 10, 10435 Berlin
GEBURTSDATUM15. September 1990
GEBURTSORTHamburg
STAATSANGEHÖRIGKEITdeutsch
FAMILIENSTANDledig
AUSWEIS-NR.L01X00T891
MUTTER
NAMELena Schreiber
ANSCHRIFTKastanienallee 10, 10435 Berlin
GEBURTSDATUM22. März 1992
GEBURTSORTBerlin
STAATSANGEHÖRIGKEITdeutsch
AUSWEIS-NR.T2201CXY9
KIND
NAMENoah Richter
GEBURTSDATUM5. Februar 2025
GEBURTSORTBerlin (Charité — Campus Virchow-Klinikum)
GESCHLECHTmännlich
1.
ANERKENNUNG DER VATERSCHAFT
Ich, Daniel Richter, erkenne hiermit die Vaterschaft für das Kind Noah Richter, geboren am 5. Februar 2025 in Berlin (Charité — Campus Virchow-Klinikum) gemäss § 1592 Nr. 2 BGB in Verbindung mit § 1594 BGB an.

Die Anerkennung erfolgt freiwillig und in der festen Überzeugung, der leibliche Vater des Kindes zu sein.
2.
KEINE BESTEHENDE RECHTLICHE VATERSCHAFT (§ 1599 BGB)
Der Anerkennende und die Mutter erklären übereinstimmend, dass keine andere rechtliche Vaterschaft für das Kind besteht. Insbesondere ist die Mutter zum Zeitpunkt der Geburt bzw. der Empfaengnis nicht mit einem anderen Mann verheiratet gewesen oder innerhalb der in § 1593 BGB genannten Fristen Witwe geworden, sodass keine gesetzliche Vaterschaftsvermutung zugunsten eines Dritten besteht.

Hinweis: Besteht bereits eine rechtliche Vaterschaft eines anderen Mannes, muss diese zunächst nach § 1599 Abs. 2 BGB angefochten werden, bevor eine Anerkennung wirksam werden kann.
3.
ZUSTIMMUNG DER MUTTER (§ 1595 BGB)
Ich, Lena Schreiber, stimme der vorstehenden Anerkennung der Vaterschaft durch Daniel Richter gemäss § 1595 Abs. 1 BGB zu. Die Zustimmung erfolgt freiwillig und in Kenntnis der rechtlichen Konsequenzen.

Auch die Zustimmung der Mutter bedarf der öffentlichen Beurkundung (§ 1597 BGB); sie kann im selben Termin wie die Anerkennung abgegeben werden.
4.
BEURKUNDUNGSERFORDERNIS (§ 1597 BGB) — ZWINGEND
Die Vaterschaftsanerkennung nach § 1594 BGB und die Zustimmung der Mutter (§ 1595 BGB) bedürfen der öffentlichen Beurkundung (§ 1597 Abs. 1 BGB). Die Beurkundung kann durchgeführt werden beim:

Jugendamtkostenfrei (empfohlen);
Standesamtkostenfrei;
• einem Notar — gebührenpflichtig;
• dem Amtsgericht.

Die Beurkundung ist vorgesehen bei: Jugendamt (kostenlos — empfohlen) — Jugendamt Berlin-Pankow — Beistandschaft und Beurkundung, Fröbelstraße 17, 10405 Berlin (Termin: 20. März 2025).

Ohne Beurkundung ist die Anerkennung nach § 1598 BGB unwirksam. Die Eltern sind aufgerufen, Personalausweise / Reisepässe sowie — bei bereits geborenem Kind — die Geburtsurkunde zum Termin mitzubringen.
5.
RECHTSFOLGEN DER WIRKSAMEN ANERKENNUNG
Mit Wirksamwerden der Anerkennung (nach Beurkundung, Zustimmung der Mutter, ggf. Zustimmung des Kindes und ggf. Geburt bei pränataler Anerkennung) treten insbesondere folgende Rechtsfolgen ein:

• Der Anerkennende wird rechtlicher Vater des Kindes (§ 1592 Nr. 2 BGB) und damit Verwandter in gerader Linie.
• Es entsteht eine Unterhaltspflicht gegenüber dem Kind (§ 1601 BGB) und umgekehrt, der Mutter gegenüber unter Voraussetzungen des § 1615l BGB (Betreuungsunterhalt).
• Das Kind wird erbberechtigt gegenüber dem Vater und seinen Verwandten (§§ 1924, 1925 BGB); der Vater wird erbberechtigt gegenüber dem Kind.
Sorgerecht: Bei nichtehelicher Geburt bleibt die elterliche Sorge zunächst bei der Mutter allein (§ 1626a Abs. 3 BGB). Für gemeinsame Sorge bedarf es einer separaten Sorgeerklärung (§ 1626a Abs. 1 Nr. 1 BGB), die — auch im selben Termin — öffentlich zu beurkunden ist (§ 1626d BGB).
Name des Kindes: Nach §§ 1617a–1618 BGB kann der Name bestimmt oder geändert werden; erforderlichenfalls ist eine gesonderte öffentliche Erklärung abzugeben.
  Der Name des Kindes soll sein: Noah Richter.

Hinweis: Die Eltern beabsichtigen, gleichzeitig mit der Anerkennung eine gemeinsame Sorgeerklärung (§ 1626a Abs. 1 Nr. 1 BGB) abzugeben. Beide Erklärungen können in einem einzigen Beurkundungstermin erfolgen.
6.
ANFECHTUNG (§§ 1600, 1600B BGB)
Die Anerkennung kann gemäss § 1600 BGB angefochten werden durch:

• den anerkennenden Mann selbst;
• die Mutter;
• das Kind (nach Eintritt der Volljaehrigkeit bzw. durch gesetzlichen Vertreter);
• den (leiblichen) Vater, der nicht rechtlicher Vater ist, unter den Voraussetzungen des § 1600 Abs. 2 BGB;
• die zuständige Behörde (bei Anhaltspunkten für eine missbräuchliche Anerkennung, § 1600 Abs. 1 Nr. 5 BGB).

Die Anfechtungsfrist beträgt gemäss § 1600b Abs. 1 BGB zwei Jahre ab Kenntnis der Umstaende, die gegen die Vaterschaft sprechen; sie beginnt frühestens mit Geburt des Kindes und Wirksamkeit der Anerkennung. Die Anfechtung erfolgt durch gerichtliches Verfahren beim Amtsgericht — Familiengericht.
7.
SCHLUSSBESTIMMUNGEN
Dieses Dokument ist ein Entwurf zur Vorbereitung des Beurkundungstermins. Es ersetzt nicht die öffentliche Beurkundung nach § 1597 BGB und hat ohne diese keine konstitutive Rechtswirkung.

Die Beteiligten versichern, dass die vorstehenden Angaben wahrheitsgemäss sind, und verpflichten sich, die zuständige Beurkundungsstelle ggf. über Änderungen (Adresse, Geburtstermin) rechtzeitig zu informieren.

Die Eltern leben in einem gemeinsamen Haushalt unter der Anschrift der Mutter.
Anmerkungen
Die Eltern leben seit 2021 in einem gemeinsamen Haushalt. Im gleichen Beurkundungstermin soll zusätzlich die gemeinsame Sorgeerklärung (§ 1626a BGB) abgegeben werden. Personalausweise und Geburtsurkunde des Kindes werden zum Termin mitgebracht.
Berlin, den 15. März 2025
VATER (ANERKENNENDER)
Daniel Richter
Datum: ____________________
MUTTER (ZUSTIMMUNG)
Lena Schreiber
Datum: ____________________

Was ist eine Vaterschaftsanerkennung?

Eine Vaterschaftsanerkennung ist eine freiwillige Erklaerung eines Mannes, dass er der Vater eines bestimmten Kindes ist. Sie begruendet die rechtliche Vaterschaft fuer Kinder, deren Eltern nicht miteinander verheiratet sind. Bei verheirateten Eltern gilt der Ehemann automatisch als Vater (§ 1592 Nr. 1 BGB).

Die Vaterschaftsanerkennung bedarf der Zustimmung der Mutter (§ 1595 Abs. 1 BGB) und muss oeffentlich beurkundet werden (§ 1597 BGB). Zustaendig sind das Jugendamt (kostenfrei), das Standesamt, ein Notar oder ein Gericht. Die Anerkennung kann bereits vor der Geburt erklaert werden.

Mit der Vaterschaftsanerkennung erhaelt das Kind Anspruch auf Unterhalt, Erbrecht und den Namen des Vaters. Der Vater erhaelt ein Umgangsrecht. Das gemeinsame Sorgerecht entsteht jedoch nicht automatisch — dafuer ist eine separate Sorgeerklaerung erforderlich.

Was diese Vorlage enthaelt

Unsere Vorlage dient als Entwurfsgrundlage fuer die Vaterschaftsanerkennung.

Angaben zum Vater

Vollstaendiger Name, Geburtsdatum, Geburtsort, Staatsangehoerigkeit und Anschrift.

Angaben zur Mutter

Vollstaendiger Name, Geburtsdatum, Geburtsort und Anschrift der Mutter.

Angaben zum Kind

Name (oder vorgesehener Name), Geburtsdatum und Geburtsort des Kindes.

Anerkennungserklaerung

Foermliche Erklaerung des Vaters, dass er die Vaterschaft anerkennt.

Zustimmung der Mutter

Foermliche Zustimmung der Mutter zur Vaterschaftsanerkennung.

Beurkundungshinweis

Hinweis, dass die Anerkennung der oeffentlichen Beurkundung bedarf.

Rechtsfolgenbelehrung

Information ueber die rechtlichen Folgen der Vaterschaftsanerkennung — Unterhalt, Erbrecht, Name.

Datum und Unterschrift

Platzhalter fuer Datum und Unterschrift beider Elternteile.

So bereiten Sie eine Vaterschaftsanerkennung vor

In fuenf Schritten zur Vorbereitung Ihrer Vaterschaftsanerkennung.

  1. 1

    Daten des Vaters eingeben

    Geben Sie die vollstaendigen persoenlichen Daten des Vaters ein.

  2. 2

    Daten der Mutter eingeben

    Tragen Sie die vollstaendigen Daten der Mutter ein.

  3. 3

    Daten des Kindes eingeben

    Geben Sie Name und Geburtsdatum des Kindes ein (oder voraussichtliches Datum bei vorgeburtlicher Anerkennung).

  4. 4

    Erklaerung pruefen

    Pruefen Sie die automatisch erstellte Anerkennungs- und Zustimmungserklaerung.

  5. 5

    Herunterladen und beurkunden

    Laden Sie den Entwurf als PDF herunter. Die Anerkennung muss anschliessend beim Jugendamt, Standesamt oder Notar beurkundet werden.

Rechtliche Hinweise

Die Vaterschaftsanerkennung unterliegt strengen Formvorschriften.

Diese Vorlage dient als Entwurfsgrundlage. Die Vaterschaftsanerkennung bedarf der oeffentlichen Beurkundung.

Beurkundungspflicht (§ 1597 BGB)

Die Vaterschaftsanerkennung und die Zustimmung der Mutter muessen oeffentlich beurkundet werden. Zustaendig sind Jugendamt (kostenfrei), Standesamt, Notar oder Gericht. Eine privatschriftliche Anerkennung ist unwirksam.

Zustimmung der Mutter (§ 1595 BGB)

Die Anerkennung bedarf der Zustimmung der Mutter. Bei Minderjaehrigkeit der Mutter ist zusaetzlich die Zustimmung ihres gesetzlichen Vertreters erforderlich. Die Zustimmung kann vorher oder nachher erklaert werden.

Anfechtung (§§ 1600 ff. BGB)

Die Vaterschaftsanerkennung kann angefochten werden, wenn der Anerkennende nicht der biologische Vater ist. Anfechtungsberechtigt sind der Mann, die Mutter, das Kind und der biologische Vater. Die Anfechtungsfrist betraegt 2 Jahre ab Kenntnis.

Rechtsfolgen

Mit der Anerkennung entstehen Unterhalts-, Erb- und Umgangsrechte. Das gemeinsame Sorgerecht entsteht nicht automatisch — dafuer ist eine Sorgeerklaerung (§ 1626a BGB) oder ein Antrag beim Familiengericht erforderlich.

Haeufig gestellte Fragen

Jetzt Ihre Vaterschaftsanerkennung vorbereiten

Bereiten Sie den Entwurf Ihrer Vaterschaftsanerkennung vor. Formular ausfuellen, Vorschau pruefen und als PDF herunterladen — anschliessend beim Jugendamt beurkunden lassen.

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