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Kostenlose Nachlassverzeichnis Vorlage

Ein Nachlassverzeichnis listet saemtliche Vermoegenswerte und Verbindlichkeiten eines Nachlasses systematisch auf. Nutzen Sie unsere kostenlose Vorlage fuer ein vollstaendiges Nachlassverzeichnis nach deutschem Erbrecht — sofort als PDF herunterladen.

Kostenlos nutzbarSofort als PDFKein Konto erforderlich
NACHLASSVERZEICHNIS
Gemaess §§ 2314, 2215 BGB  ·  Margarete Schulz, Geb. Becker
ANGABEN ZUM ERBLASSER
NAMEMargarete Schulz, geb. Becker
GEBURTSDATUM14. Maerz 1948
STERBEDATUM10. Dezember 2024
LETZTER WOHNSITZBlumenstrasse 5, 10115 Berlin
FAMILIENSTANDverwitwet
STERBEURKUNDE NR.Standesamt Berlin-Mitte, Nr. 4521/2024
NACHLASSVERFAHREN
ZUSTAENDIGES NACHLASSGERICHTAmtsgericht Schoeneberg — Nachlassgericht
AKTENZEICHEN89 VI 812/24
ERSTELLT VON
ROLLEErbe / Miterbe
NAMEKlaus Schulz
ADRESSEPrenzlauer Allee 30, 10405 Berlin
TELEFON+49 30 44556677
E-MAILklaus.schulz@beispiel.de
Hiermit lege ich, Klaus Schulz, in meiner Eigenschaft als Erbe / Miterbe das Nachlassverzeichnis fuer den Nachlass des/der Erblassers/in Margarete Schulz, geb. Becker, verstorben am 10. Dezember 2024, vor. Das Verzeichnis erfasst saemtliche zum Zeitpunkt des Erbfalls vorhandenen Vermoegenswerte und Verbindlichkeiten (Stand der Werte: Todestag).
1.
ERBEN UND VERMAECHTNISNEHMER
Nach dem derzeit bekannten Stand (gesetzliche Erbfolge bzw. letztwillige Verfuegung) sind folgende Personen Erben bzw. Vermaechtnisnehmer:

Klaus Schulz (Sohn) — Erbquote 1/2
Anna Vogel, geb. Schulz (Tochter) — Erbquote 1/2

Pflichtteilsberechtigte: keine weiteren.
I. AKTIVVERMOEGEN
2.
GRUNDBESITZ (IMMOBILIEN)
Eigentumswohnung, Blumenstrasse 5, 10115 Berlin — 3 Zimmer, 82 qm, 4. OG
Grundbuch von Berlin-Mitte, Blatt 12345, Flurstueck 742/3
Verkehrswert (Gutachten vom 15.01.2025): 385.000 EUR
Belastung: keine
HinweisBewertung zum Verkehrswert am Todestag (§ 9 ErbStG i.V.m. §§ 179 ff. BewG). Grundbuchangaben: Amtsgericht, Blatt, Flurstueck.
3.
BANKGUTHABEN UND SPARANLAGEN
Berliner Sparkasse — Girokonto IBAN DE89 1005 0000 1234 5678 90 — Saldo am Todestag: 4.250,80 EUR
Berliner Sparkasse — Sparbuch Nr. 7712345 — Saldo: 28.500,00 EUR
DKB AG — Tagesgeldkonto — Saldo: 15.200,00 EUR
HinweisSaldenbestaetigung der Bank zum Todestag anfordern. Das Verfuegungsrecht erlischt mit dem Tod — Banken sperren Konten meist bis zur Vorlage des Erbscheins oder eroeffneten Testaments.
4.
WERTPAPIERE UND FONDSANTEILE
comdirect Bank — Depot Nr. 88773312
- 120 Stueck DWS Top Dividende Fondsanteile — Kurswert 12. Dezember 2024: ca. 15.840 EUR
- 50 Stueck iShares MSCI World ETF — Kurswert: ca. 4.260 EUR
5.
VERSICHERUNGEN
Allianz Lebensversicherung — Police Nr. 55-889712 — Todesfallsumme 50.000 EUR — Bezugsberechtigt: Klaus Schulz und Anna Vogel (faellt nicht in den Nachlass, undsect; 159 VVG)
Sterbegeldversicherung HUK: 7.500 EUR — zur Deckung der Bestattungskosten

Hinweis: Lebensversicherungen mit Bezugsberechtigten fallen in der Regel nicht in den Nachlass, sondern gehen direkt auf den Bezugsberechtigten ueber (§ 159 VVG). Fuer Pflichtteilsberechtigte koennen sie gleichwohl relevant sein (§ 2325 BGB).
6.
FAHRZEUGE UND SACHWERTE
Fahrzeuge:
VW Polo 1.2 TSI, Baujahr 2019, Kilometerstand 42.000 — Schwacke-Wert ca. 8.500 EUR

Wertgegenstaende / Hausrat:
Goldschmuck (Ehering, Kette, Ohrringe) — Schaetzwert Goldschmied Mueller: 5.200 EUR
Hausrat (Pauschalansatz gemaess undsect; 13 Abs. 1 Nr. 1 ErbStG): 10.000 EUR
7.
FORDERUNGEN
Darlehensforderung gegen Anna Vogel (Tochter): 8.000 EUR — nachgewiesen durch privatschriftlichen Darlehensvertrag vom 03.02.2022
8.
SONSTIGE VERMOEGENSWERTE
Bargeld im Haushalt: 620 EUR
II. VERBINDLICHKEITEN (PASSIVA)
9.
HYPOTHEKEN UND GRUNDSCHULDEN
Keine Hypotheken oder Grundschulden vorhanden.
10.
KREDITE UND DARLEHEN
Keine Kredite bekannt.
11.
STEUERSCHULDEN
Einkommensteuernachzahlung 2023 — voraussichtlich ca. 1.800 EUR (Bescheid steht noch aus)
12.
BESTATTUNGSKOSTEN
Bestatter Pietaet Berlin — Rechnung Nr. 2024/4421: 6.850 EUR
Grabmal und Grabpflege (10 Jahre): 3.200 EUR
Gesamt: 10.050 EUR (Pauschbetrag nach undsect; 10 Abs. 5 Nr. 3 ErbStG: 15.338 EUR)

Hinweis: Die Bestattungskosten traegt gemaess § 1968 BGB der Erbe. Sie sind als Nachlassverbindlichkeit bei der Erbschaftsteuer absetzbar (§ 10 Abs. 5 Nr. 3 ErbStG, Pauschbetrag 15.338 EUR).
13.
SONSTIGE VERBINDLICHKEITEN
Offene Rechnung Telekom: 78,45 EUR
Stromnachzahlung Vattenfall: 124,30 EUR
ZUSAMMENFASSUNG DES REINNACHLASSES
SUMME AKTIVVERMOEGEN483.270,00 EUR
SUMME VERBINDLICHKEITEN12.050,00 EUR
REINNACHLASS (AKTIVA - PASSIVA)471.220,00 EUR
14.
RECHTSGRUNDLAGEN UND HINWEISE
Pflichten des Erben (§§ 1993 ff. BGB): Der Erbe hat auf Verlangen eines Nachlassglaeubigers oder eines Pflichtteilsberechtigten ein Verzeichnis des Nachlasses zu erstellen (§ 2314 BGB). Das Verzeichnis muss vollstaendig und richtig sein; es erstreckt sich auf den Bestand am Tag des Erbfalls.

Eidesstattliche Versicherung (§ 260 BGB, § 2314 Abs. 1 Satz 3 BGB): Auf Verlangen des Pflichtteilsberechtigten hat der Erbe die Richtigkeit und Vollstaendigkeit des Verzeichnisses an Eides Statt zu versichern. Die Abgabe einer falschen eidesstattlichen Versicherung ist gemaess § 156 StGB strafbar.

Notarielles Nachlassverzeichnis: Der Pflichtteilsberechtigte kann ein notariell errichtetes Nachlassverzeichnis verlangen (§ 2314 Abs. 1 Satz 3 BGB). Die Kosten hierfuer traegt der Nachlass.

Testamentsvollstrecker (§ 2215 BGB): Der Testamentsvollstrecker hat dem Erben unverzueglich nach Annahme des Amtes ein Verzeichnis der seiner Verwaltung unterliegenden Nachlassgegenstaende und der bekannten Nachlassverbindlichkeiten mitzuteilen.

Erbschaftsteuer (§ 31 ErbStG): Der Erwerb von Todes wegen ist dem zustaendigen Finanzamt binnen drei Monaten nach Kenntnis anzuzeigen. Auf Aufforderung ist eine Erbschaftsteuererklaerung abzugeben. Die Nachlassgerichte und Standesaemter benachrichtigen das Finanzamt ebenfalls.

Haftungsbeschraenkung: Der Erbe haftet fuer Nachlassverbindlichkeiten grundsaetzlich mit seinem gesamten Vermoegen (§ 1967 BGB). Eine Beschraenkung ist moeglich durch Nachlassverwaltung (§ 1981 BGB), Nachlassinsolvenz (§ 1980 BGB) oder die Einrede der Duerftigkeit (§ 1990 BGB).
Erklaerung zur Richtigkeit und Vollstaendigkeit:

Ich versichere nach bestem Wissen und Gewissen, dass die vorstehenden Angaben vollstaendig und richtig sind. Mir ist bekannt, dass ich gemaess § 260 i.V.m. § 2314 Abs. 1 Satz 3 BGB auf Verlangen des Pflichtteilsberechtigten zur Abgabe einer eidesstattlichen Versicherung verpflichtet bin und dass eine vorsaetzliche oder fahrlaessig falsche Versicherung an Eides Statt gemaess §§ 156, 161 StGB strafbar ist.
Berlin, den 15. Maerz 2025
ERBE / MITERBE
Klaus Schulz
Datum: ____________________

Was ist ein Nachlassverzeichnis?

Ein Nachlassverzeichnis ist eine systematische Aufstellung aller Vermoegenswerte (Aktiva) und Verbindlichkeiten (Passiva) eines Nachlasses zum Todestag des Erblassers. Es dient als Grundlage fuer die Erbauseinandersetzung, die Berechnung von Pflichtteils- und Zugewinnausgleichsanspruechen, die Erbschaftsteuererklarung und die Haftungsbegrenzung durch Nachlassverwaltung oder Nachlassinsolvenz.

Der Erbe ist in verschiedenen Situationen zur Erstellung eines Nachlassverzeichnisses verpflichtet: gegenueber Pflichtteilsberechtigten (§ 2314 BGB), gegenueber Nachlassglaeu-bigern (§ 2012 BGB), gegenueber dem Nachlassgericht im Rahmen der Nachlassverwaltung oder gegenueber dem Finanzamt fuer die Erbschaftsteuer (§ 31 ErbStG). Bei schwerwiegenden Vermoegen kann ein notarielles Verzeichnis verlangt werden.

Das Nachlassverzeichnis muss vollstaendig und wahrheitsgetreu sein. Es erfasst Immobilien, Bankguthaben, Wertpapiere, Fahrzeuge, wertvollen Hausrat, Forderungen, Gesellschaftsanteile und sonstige Vermoegenswerte. Auf der Passivseite sind Schulden, Bestattungskosten, Vermaechtnis-se, Pflichtteils-ansprueche und Nachlassverbindlichkeiten aufzufuehren.

Was diese Vorlage enthaelt

Unser Nachlassverzeichnis bietet eine umfassende Struktur fuer die systematische Erfassung des Nachlasses.

Angaben zum Erblasser

Name, Geburtsdatum, Sterbedatum, letzter Wohnsitz und Familienstand des Verstorbenen.

Erbengemeinschaft

Auflistung aller Erben, Erbquoten und Grundlage der Erbfolge (gesetzlich oder testamentarisch).

Immobilien

Erfassung von Grundstuecken und Immobilien mit Grundbuchbezeichnung, Verkehrswert und bestehenden Belastungen.

Bankvermoegen

Konten, Sparbuecher, Festgelder und sonstige Bankguthaben mit Kontonummer, Bank und Saldo zum Sterbetag.

Wertpapiere und Beteiligungen

Aktien, Fonds, Anleihen, Gesellschaftsanteile und sonstige Beteiligungen mit Kurswert oder Verkehrswert.

Bewegliches Vermoegen

Fahrzeuge, Schmuck, Kunst, Sammlungen und wertvoller Hausrat mit geschaetztem Zeitwert.

Forderungen und Versicherungen

Ausstehende Forderungen, Lebensversicherungen, Sterbegeld und sonstige Ansprueche des Erblassers.

Nachlassverbindlichkeiten

Schulden des Erblassers, Bestattungskosten, Vermaechtnis-se, Pflichtteils-ansprueche und sonstige Verbindlichkeiten.

Schenkungen zu Lebzeiten

Erfassung von Schenkungen der letzten zehn Jahre — relevant fuer Pflichtteilsergaenzungsansprueche (§ 2325 BGB).

Nachlasswert-Berechnung

Automatische Berechnung des Brutto- und Nettonachlasswerts (Aktiva minus Passiva) als Grundlage fuer alle weiteren Berechnungen.

So erstellen Sie ein Nachlassverzeichnis

In fuenf Schritten zu einem vollstaendigen Nachlassverzeichnis.

  1. 1

    Erblasserdaten eingeben

    Tragen Sie die persoenlichen Daten des Erblassers ein — Name, Sterbedatum, letzter Wohnsitz und Familienstand.

  2. 2

    Erben erfassen

    Listen Sie alle Erben mit Erbquoten auf und geben Sie an, ob die Erbfolge auf Gesetz oder Testament beruht.

  3. 3

    Vermoegenswerte auflisten

    Erfassen Sie systematisch alle Vermoegenswerte — Immobilien, Bankguthaben, Wertpapiere, bewegliches Vermoegen und Forderungen.

  4. 4

    Verbindlichkeiten eintragen

    Listen Sie alle Schulden, Bestattungskosten und sonstigen Nachlassverbindlichkeiten auf.

  5. 5

    Pruefen und herunterladen

    Ueberpruefen Sie alle Angaben in der Live-Vorschau, laden Sie das Nachlassverzeichnis als PDF herunter und verwenden Sie es fuer die Erbauseinandersetzung oder Steuererklarung.

Rechtliche Hinweise

Bei der Erstellung eines Nachlassverzeichnisses sind mehrere erbrechtliche Aspekte zu beachten.

Diese Vorlage dient ausschliesslich zu Informationszwecken und stellt keine Rechtsberatung dar. Fuer eine auf Ihre Situation zugeschnittene Beratung wenden Sie sich an einen Fachanwalt fuer Erbrecht.

Geprueft fuer deutsches Erbrecht

Auskunftspflicht gegenueber Pflichtteilsberechtigten (§ 2314 BGB)

Der Erbe ist verpflichtet, dem Pflichtteilsberechtigten auf Verlangen Auskunft ueber den Bestand des Nachlasses durch ein Verzeichnis zu erteilen. Der Pflichtteilsberechtigte kann verlangen, dass das Verzeichnis durch einen Notar aufgenommen wird (notarielles Nachlassverzeichnis). Der Erbe muss bei der Aufnahme zugegen sein und an Eides statt versichern, dass die Angaben vollstaendig und richtig sind.

Erbschaftsteuer (§ 31 ErbStG)

Das Finanzamt kann von Erben, Vermaechtnisnehmer und Pflichtteilsberechtigten eine Erbschaftsteuererklaerung verlangen. Grundlage ist ein vollstaendiges Nachlassverzeichnis mit den Verkehrswerten zum Sterbetag. Die Bewertung von Immobilien richtet sich nach dem Bewertungsgesetz (BewG). Freibetraege haengen vom Verwandtschaftsgrad ab.

Haftungsbegrenzung

Der Erbe haftet grundsaetzlich unbeschraenkt fuer Nachlassverbindlichkeiten. Durch die Errichtung eines Nachlassverzeichnisses und die Beantragung einer Nachlassverwaltung (§ 1975 BGB) oder eines Nachlassinsolvenzverfahrens kann die Haftung auf den Nachlass beschraenkt werden. Voraussetzung ist, dass der Erbe den Nachlass ordnungsgemaess verwaltet und vollstaendig dokumentiert.

Eidesstattliche Versicherung

Der Pflichtteilsberechtigte kann verlangen, dass der Erbe die Vollstaendigkeit und Richtigkeit des Nachlassverzeichnisses an Eides statt versichert (§ 2314 Abs. 1 Satz 3 BGB). Eine falsche eidesstattliche Versicherung ist strafbar (§ 156 StGB). Auch das Nachlassgericht kann im Rahmen eines Nachlasspflegschaftsverfahrens eine eidesstattliche Versicherung verlangen.

Pflichtteilsergaenzung (§ 2325 BGB)

Schenkungen des Erblassers innerhalb der letzten zehn Jahre vor dem Erbfall koennen den Pflichtteilsergaenzungsanspruch ausloesen. Im Nachlassverzeichnis sollten daher auch lebzeitige Schenkungen erfasst werden. Die Anrechnung erfolgt abschmelzend — pro Jahr nach der Schenkung verringert sich der Ergaenzungsanspruch um ein Zehntel.

Haeufig gestellte Fragen

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