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Kostenlose Bestattungsverfuegung Vorlage

Eine Bestattungsverfuegung legt Ihre Wuensche fuer die eigene Bestattung verbindlich fest. Nutzen Sie unsere kostenlose Vorlage — sofort als PDF herunterladen.

Kostenlos nutzbarSofort als PDFKein Konto erforderlich
BESTATTUNGSVERFUEGUNG
Letzter Wille Zur Eigenen Bestattung  ·  Gertrud Hoffmann
Rechtliche Einordnung: Diese Bestattungsverfuegung dokumentiert meinen persoenlichen Willen ueber Art und Ablauf meiner Bestattung. Nach staendiger Rechtsprechung geht der ausdrueckliche Wille des Erblassers dem sog. Totenfuersorgerecht der Angehoerigen vor (BGH NJW 1978, 1859). Das einschlaegige Bestattungsrecht ist Landesrecht — je nach Bundesland gelten unterschiedliche Bestattungsgesetze (z.B. BayBestG, BestG NRW, BestattG BW, HmbBestG). Fuer die Kosten gilt § 1968 BGB (Erbe traegt die Beerdigungskosten); bei Beduerftigkeit greift ggf. § 74 SGB XII.
VERFUEGENDE PERSON
VOLLSTAENDIGER NAMEGertrud Hoffmann
GEBURTSDATUM22. Januar 1948
GEBURTSORTReutlingen
KONFESSION / WELTANSCHAUUNGEvangelisch
ADRESSESchillerstrasse 8, 70173 Stuttgart
BENANNTE ANSPRECHPERSON FUER DIE BESTATTUNG
NAMEMartin Hoffmann
VERHAELTNISSohn
ADRESSEHauptstrasse 12, 70174 Stuttgart
TELEFON+49 711 9876543
1.
ZWECK UND RECHTLICHE BEDEUTUNG
Mit dieser Verfuegung lege ich meinen persoenlichen, letzten Willen ueber die Art und den Ablauf meiner Bestattung fest. Die Verfuegung richtet sich an meine Erben, Angehoerigen und an den bestattungspflichtigen Personenkreis nach dem jeweiligen Landesbestattungsgesetz.

Mein ausdruecklicher Wille geht einem etwaigen entgegenstehenden Totenfuersorgerecht der Angehoerigen vor. Die mit der Bestattung befassten Personen werden gebeten, meine Wuensche zu respektieren und umzusetzen. Die Pietaetspflicht (§ 168 StGB) ist zu wahren.
2.
BESTATTUNGSART
Ich wuensche eine Feuerbestattung mit anschliessender Urnenbeisetzung.

3.
BESTATTUNGSORT UND GRABANLAGE
Als Bestattungsort wuensche ich: Waldfriedhof Stuttgart-Degerloch, Abteilung 24.

Gewuenschte Grabform: Familiengrab.

Grabpflege:
Die Pflege des Familiengrabes uebernimmt mein Sohn Martin. Sollte dies nicht moeglich sein, soll ein Dauergrabpflegevertrag mit der Friedhofsgaertnerei Schwartz ueber 20 Jahre abgeschlossen werden — Mittel hierfuer sind aus dem Nachlass zu entnehmen.
4.
TRAUERFEIER UND ABLAUF
Art der Trauerfeier: Evangelische Trauerfeier.

Wuensche zur Gestaltung:
Schlichte Trauerfeier in der Friedhofskapelle mit Pfarrer Dr. Kramer (Stiftskirche Stuttgart). Kein grosser Aufwand. Dauer maximal 45 Minuten. Offene Aussegnung fuer die Familie.

Musikwuensche:
Eingangsmusik: "Ave Maria" von Franz Schubert. Zwischenmusik: "Bist du bei mir" von J.S. Bach. Ausgangsmusik: Orgelimprovisation "Grosser Gott, wir loben dich".

Reden / Redner:
Kurze Traueransprache durch Pfarrer Dr. Kramer. Mein Enkel Paul (falls er moechte und sich dazu in der Lage fuehlt) darf ein persoenliches Gedicht vorlesen — ich lasse ihm dafuer meinen Gedichtband von Hermann Hesse.
5.
TRAUERANZEIGE UND LEICHENSCHMAUS
Traueranzeige / Einladungen:
Traueranzeige in der Stuttgarter Zeitung (nicht zu gross — halbe Spalte genuegt). Persoenliche Einladungen gehen an die Familie und engen Freunde — die Liste liegt bei meinen Unterlagen im Schreibtisch.

Leichenschmaus / Totenmahl:
Im Anschluss Kaffee und Kuchen im Restaurant "Zur Weinsteige" fuer etwa 30 Personen. Kein ueppiges Essen — ein schlichtes Beisammensein.
6.
PERSOENLICHE WUENSCHE
Kleidung des Verstorbenen:
Ich moechte in meinem blauen Sonntagskleid und mit der Perlenkette meiner Mutter aufgebahrt werden.

Erinnerungsstuecke / Grabbeigaben:
Meine Ehering sollen meine Schwiegertochter Ulrike und meine Tochter Anna jeweils einen erhalten. Meine Armbanduhr geht an meinen Enkel Paul.
7.
ORGANSPENDE
Ich widerspreche ausdruecklich jeder Organ- oder Gewebeentnahme nach meinem Tod.

Hinweis: Nach §§ 3, 4 Transplantationsgesetz (TPG) ist die Entnahme nur nach Feststellung des Hirntods und mit wirksamer Einwilligung zulaessig. Empfehlenswert ist zusaetzlich ein Organspendeausweis oder eine Eintragung im nationalen Organspenderegister (§ 2a TPG, seit 2024).
8.
BESTATTUNGSVORSORGE UND KOSTENUEBERNAHME
Ich habe bereits einen Bestattungsvorsorgevertrag abgeschlossen mit Bestattungshaus Hofstetter, Stuttgart-Degerloch.

Kostenuebernahme:
Bestattungsvorsorge-Treuhandvertrag (Mittel liegen beim Treuhaender bereit)

Einzelheiten:
Bestattungsvorsorge-Treuhandvertrag vom 14. September 2022 (Nr. BV-2022-4471) mit Bestattungshaus Hofstetter ueber einen Betrag von 8.500 Euro, hinterlegt bei der Treuhandstelle der Deutschen Bestattungsvorsorge Treuhand AG.

Rechtlicher Hinweis: Nach § 1968 BGB traegt der Erbe die Kosten der Beerdigung. Reicht der Nachlass nicht aus und sind auch sonst Unterhaltsverpflichtete nicht leistungsfaehig, uebernimmt auf Antrag das Sozialamt die erforderlichen Bestattungskosten (§ 74 SGB XII).
9.
HINTERLEGUNG UND BEKANNTMACHUNG
Aufbewahrungsort dieser Verfuegung:
Ein Original liegt bei meinem Sohn Martin (Hauptstrasse 12, Stuttgart), eine Kopie bei meinem Bestatter. Im Zentralen Vorsorgeregister der Bundesnotarkammer ist ein Verweis hinterlegt.

Empfehlung: Die Bestattungsverfuegung sollte nicht ausschliesslich im Testament hinterlegt sein — Testamente werden oft erst nach der Beisetzung eroeffnet, und die darin enthaltenen Bestattungswuensche wuerden dann ggf. zu spaet bekannt.
10.
AENDERUNG UND WIDERRUF
Diese Bestattungsverfuegung kann ich jederzeit formlos widerrufen oder abaendern. Die Aenderung bedarf der Schriftform und ist mit aktuellem Datum eigenhaendig zu unterzeichnen. Aeltere Fassungen verlieren damit ihre Gueltigkeit.
11.
ERGAENZENDE WUENSCHE
Statt Kranzspenden bitte ich um eine Spende an den Hospizdienst Stuttgart e.V. (IBAN bei meinen Unterlagen). Ich wuensche mir, dass die Trauer meiner Familie Raum bekommt, aber auch dass mein Leben in Dankbarkeit gefeiert wird — ich hatte ein erfuelltes Leben.
Ich habe diese Bestattungsverfuegung im Vollbesitz meiner geistigen Kraefte, nach reiflicher Ueberlegung und ohne jeden Druck verfasst. Sie ist Ausdruck meines persoenlichen letzten Willens und soll von allen Beteiligten respektiert werden.
Stuttgart, den 15. Februar 2025
VERFUEGENDE PERSON
Gertrud Hoffmann
Datum: ____________________

Was ist eine Bestattungsverfuegung?

Eine Bestattungsverfuegung ist eine schriftliche Willenserklaerung, in der eine Person festlegt, wie sie nach ihrem Tod bestattet werden moechte. Sie regelt Bestattungsart, Bestattungsort, Gestaltung der Trauerfeier und weitere Wuensche. Die Verfuegung richtet sich an die bestattungspflichtigen Angehoerigen und den Bestatter.

Die Bestattungsverfuegung ist kein Teil des Testaments und sollte separat aufbewahrt werden, da das Testament oft erst nach der Bestattung eroeffnet wird. Die Rechtsgrundlage ergibt sich aus dem Persoenlichkeitsrecht (Art. 1, 2 GG) und den Bestattungsgesetzen der Bundeslaender. Die Wuensche des Verstorbenen haben grundsaetzlich Vorrang vor den Vorstellungen der Angehoerigen.

In Deutschland besteht Bestattungspflicht (je nach Landesrecht innerhalb von 4-10 Tagen nach dem Tod) und Friedhofszwang fuer Erdbestattungen. Fuer Urnenbestattungen gelten je nach Bundesland unterschiedliche Regelungen. Eine Bestattungsverfuegung gibt den Angehoerigen Orientierung und entlastet sie in einer schwierigen Zeit.

Was diese Vorlage enthaelt

Unsere Vorlage fuer die Bestattungsverfuegung deckt alle wesentlichen Wuensche ab.

Personalien

Vollstaendige Angaben zur Person — Name, Geburtsdatum, Anschrift und Kontaktperson fuer den Todesfall.

Bestattungsart

Wahl zwischen Erdbestattung, Feuerbestattung, Seebestattung, Baumbestattung oder alternativen Formen.

Bestattungsort

Gewuenschter Friedhof, Bestattungswald oder Seegebiet mit konkreten Angaben.

Trauerfeier

Wuensche zur Gestaltung — weltlich oder kirchlich, Musik, Blumen, Redner, Gaeste.

Grabgestaltung

Vorstellungen zu Grabstein, Grabpflege, Grabschmuck und Inschrift.

Bestattungsunternehmen

Optionale Benennung eines bevorzugten Bestattungsunternehmens oder Vorsorgevertrags.

Organspende-Hinweis

Verweis auf vorhandenen Organspendeausweis oder Festlegung des Organspendewillens.

Kostenregelung

Hinweise zur Finanzierung — Sterbegeldversicherung, Bestattungsvorsorge oder Kontovollmacht.

So erstellen Sie eine Bestattungsverfuegung

In fuenf Schritten zu Ihrer persoenlichen Bestattungsverfuegung.

  1. 1

    Personalien eingeben

    Tragen Sie Ihre persoenlichen Daten und die Kontaktdaten Ihrer Vertrauensperson ein.

  2. 2

    Bestattungsart waehlen

    Entscheiden Sie sich fuer Ihre bevorzugte Bestattungsart und den gewuenschten Ort.

  3. 3

    Trauerfeier gestalten

    Legen Sie Ihre Wuensche fuer die Trauerfeier fest — Stil, Musik, Blumen und Gaeste.

  4. 4

    Zusaetzliche Wuensche angeben

    Ergaenzen Sie Grabgestaltung, Bestattungsunternehmen und Finanzierungshinweise.

  5. 5

    Pruefen und herunterladen

    Ueberpruefen Sie die Verfuegung in der Live-Vorschau, laden Sie sie als PDF herunter und bewahren Sie sie zugaenglich auf.

Rechtliche Hinweise

Bei einer Bestattungsverfuegung sind folgende rechtliche Aspekte zu beachten.

Diese Vorlage dient ausschliesslich zu Informationszwecken und stellt keine Rechtsberatung dar. Fuer eine auf Ihre Situation zugeschnittene Beratung wenden Sie sich an einen zugelassenen Rechtsanwalt.

Geprueft fuer deutsches Recht

Bindungswirkung

Die Wuensche des Verstorbenen zur Bestattung sind grundsaetzlich verbindlich und haben Vorrang vor den Wuenschen der Angehoerigen. Dies ergibt sich aus dem postmortalen Persoenlichkeitsrecht. Allerdings koennen unzumutbare oder rechtswidrige Wuensche (z. B. Verstoss gegen Friedhofszwang) nicht durchgesetzt werden.

Bestattungsgesetze der Laender

Die Bestattungsgesetze sind Laendersache und variieren. Gemeinsam ist: Bestattungspflicht, Friedhofszwang (mit Ausnahmen), Fristen (in der Regel 4-10 Tage) und die Rangfolge der bestattungspflichtigen Angehoerigen. Einige Laender erlauben mittlerweile die Verstreuung der Asche auf privaten Grundstuecken.

Abgrenzung zum Testament

Bestattungswuensche sollten nicht (nur) im Testament stehen, da dieses oft erst Wochen nach der Bestattung eroeffnet wird. Eine separate Bestattungsverfuegung, die den Angehoerigen bekannt und zugaenglich ist, stellt sicher, dass die Wuensche rechtzeitig beruecksichtigt werden.

Bestattungskosten

Die Bestattungskosten sind eine Nachlassverbindlichkeit (§ 1968 BGB) und werden primaer aus dem Nachlass bezahlt. Reicht der Nachlass nicht, sind die bestattungspflichtigen Angehoerigen in der Pflicht. Eine Sterbegeldversicherung oder Bestattungsvorsorge kann die Finanzierung sichern.

Haeufig gestellte Fragen

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