Kostenlose Allgemeine Vollmacht Vorlage
Eine allgemeine Vollmacht ermaechtigt eine Vertrauensperson, Sie in bestimmten Angelegenheiten zu vertreten. Nutzen Sie unsere kostenlose Vorlage fuer eine rechtssichere Vollmacht nach deutschem Recht — sofort als PDF herunterladen.
| VOLLSTAENDIGER NAME | Maria Schmidt |
| ANSCHRIFT | Berliner Strasse 45, 10715 Berlin |
| GEBURTSDATUM | 12. Mai 1965 |
| GEBURTSORT | Potsdam |
| AUSWEIS-NR. | L0012345678 |
| VOLLSTAENDIGER NAME | Peter Schmidt |
| ANSCHRIFT | Goethestrasse 12, 10623 Berlin |
| GEBURTSDATUM | 3. Januar 1990 |
| VERHAELTNIS ZUR/ZUM VOLLMACHTGEBER/IN | Bruder |
| AUSWEIS-NR. | L0098765432 |
| UMFANG | Vermoegensangelegenheiten, Postempfang und Postumleitung, Behoerdenangelegenheiten, Vertraege abschliessen und kuendigen, Miet- und Vermietungsangelegenheiten, Paket- und Sendungsannahme |
| DAUER | Befristet vom 1. Mai 2025 bis 31. Juli 2025 |
• Vermoegensangelegenheiten
• Postempfang und Postumleitung
• Behoerdenangelegenheiten
• Vertraege abschliessen und kuendigen
• Miet- und Vermietungsangelegenheiten
• Paket- und Sendungsannahme
Konkretisierung:
Vertretung waehrend eines dreimonatigen Auslandsaufenthalts in Kanada. Die/der Bevollmaechtigte darf insbesondere: laufende Rechnungen (Strom, Wasser, Telekom, Internet, GEZ) ueberpruefen und zur Zahlung freigeben; eingehende Post oeffnen und digital an die Vollmachtgeberin weiterleiten; mit der Hausverwaltung kommunizieren; Paketsendungen entgegennehmen; gegenueber Finanzamt Berlin die uebliche Einkommensteuererklaerung vorbereiten helfen. Keine Vollmacht fuer Immobilienverkauf, keine Bankueberweisungen ueber 2.500 EUR.
• Vertraege des taeglichen Lebens: Abschluss, Aenderung und Kuendigung von Strom-, Gas-, Wasser-, Telekommunikations-, Streaming-, Versicherungs- und Zeitungsvertraegen
• Postangelegenheiten: Empfang von Briefen und Paketen, Postumleitung bei der Deutschen Post, Oeffnung und Weiterleitung dringlicher Schreiben
• Behoerden: Kommunikation mit Buergeramt, Finanzamt, Meldebehoerde, Sozialversicherungstraegern, Krankenkasse, Rentenversicherung, Familienkasse etc.
• Miet- oder Vermietungsangelegenheiten: Entgegennahme von Nebenkostenabrechnungen, Kommunikation mit Vermieter, Mietern oder Hausverwaltung, Annahme von Kuendigungen und Mietanpassungsschreiben
• Paket- und Sendungsannahme: Entgegennahme und Quittierung von Paketen, Einschreiben und sonstigen zustellungsbeduerftigen Sendungen
• Vermoegensangelegenheiten: Begleichung von Rechnungen und wiederkehrenden Verbindlichkeiten im Rahmen der ueblichen Lebensfuehrung, Verfolgung berechtigter Forderungen
Einzelvertragsvolumina duerfen 2.500 EUR nicht ueberschreiten. Gesamtvolumen pro Monat max. 5.000 EUR. Ueber diese Grenze hinausgehende Rechtsgeschaefte beduerfen der vorherigen Zustimmung per E-Mail oder Telefon.
Ein Ueberschreiten dieser Grenze begruendet Haftung als vollmachtloser Vertreter nach § 179 BGB; eine nachtraegliche Genehmigung durch die/den Vollmachtgeber/in gemaess § 177 BGB bleibt moeglich.
• Hoechstpersoenliche Rechtshandlungen — Eheschliessung, Vaterschaftsanerkennung, Adoption, Testamentserrichtung (§ 2064 BGB) und Erbvertragsanfechtung (§ 2282 Abs. 2 BGB)
• Grundstuecks- und Immobiliengeschaefte — Erwerb, Veraeusserung oder Belastung von Grundstuecken (hierfuer ist eine gesonderte Vollmacht mit notarieller Beglaubigung gemaess § 29 GBO bzw. notarielle Beurkundung gemaess § 311b BGB erforderlich)
• Gesundheitsentscheidungen und Aufenthalt — Einwilligung in aerztliche Heilbehandlungen, freiheitsentziehende Massnahmen, Unterbringung (hierfuer ist eine Vorsorgevollmacht nach § 1820 BGB erforderlich)
• Unwiderrufliche Rechtsgeschaefte mit schwerwiegender Tragweite (Erbschaftsausschlagung ausserhalb der Frist, Schenkungen ohne konkretes Einverstaendnis)
• Vertretung im Prozess vor Gerichten, soweit Anwaltszwang (§ 78 ZPO) besteht
Diese Angelegenheiten bleiben der/dem Vollmachtgeber/in vorbehalten bzw. erfordern gesonderte spezielle Vollmachten.
Was ist eine allgemeine Vollmacht?
Eine allgemeine Vollmacht ist eine rechtsgeschaeftliche Erklaerung, mit der eine Person (Vollmachtgeber) eine andere Person (Bevollmaechtigter) ermaechtigt, in ihrem Namen rechtsgeschaeftlich zu handeln. Die Rechtsgrundlage bilden die §§ 164 ff. BGB. Im Gegensatz zur Generalvollmacht ist die allgemeine Vollmacht in der Regel auf bestimmte Angelegenheiten oder Zeitraeume beschraenkt.
Die Vollmacht kann fuer verschiedene Bereiche erteilt werden: Behoerdenangelegenheiten, Vertragsabschluesse, Bankgeschaefte, Versicherungsangelegenheiten oder Gesundheitsfragen. Je nach Umfang unterscheidet man zwischen Einzelvollmacht (fuer ein bestimmtes Geschaeft), Artvollmacht (fuer eine bestimmte Art von Geschaeften) und allgemeiner Vollmacht (fuer einen breiten Bereich).
Grundsaetzlich kann eine Vollmacht formfrei erteilt werden (§ 167 Abs. 2 BGB). Fuer bestimmte Rechtsgeschaefte ist jedoch Schriftform oder notarielle Beurkundung erforderlich — etwa fuer Grundstuecksgeschaefte (§ 311b BGB) oder Verbraucherdarlehen. In der Praxis empfiehlt sich stets die Schriftform, da viele Stellen (Banken, Behoerden) eine schriftliche Vollmacht verlangen.
Was diese Vorlage enthaelt
Unsere Vorlage fuer die allgemeine Vollmacht deckt die wichtigsten Vertretungsbereiche ab.
Vollmachtgeber und Bevollmaechtigter
Vollstaendige Personalien beider Parteien — Name, Geburtsdatum, Anschrift und Ausweisnummer.
Umfang der Vollmacht
Definierbare Bereiche: Behoerden, Vertraege, Finanzen, Versicherungen, Post, Gesundheit und mehr.
Zeitliche Begrenzung
Optionale Befristung der Vollmacht mit Anfangs- und Enddatum oder unbefristete Erteilung.
Untervollmacht
Regelung, ob der Bevollmaechtigte die Vollmacht ganz oder teilweise auf Dritte uebertragen darf.
Widerrufsvorbehalt
Hinweis auf die jederzeitige Widerrufbarkeit der Vollmacht durch den Vollmachtgeber (§ 168 BGB).
Beglaubigungsoption
Hinweis auf die Moeglichkeit der notariellen oder amtlichen Beglaubigung fuer erhoehte Akzeptanz.
Haftungsregelung
Klarstellung der Sorgfaltspflichten des Bevollmaechtigten und Haftung fuer Pflichtverletzungen.
Unterschriftenfeld
Rechtskonformer Abschluss mit Ort, Datum, Unterschriften von Vollmachtgeber und ggf. Zeugen.
So erstellen Sie eine allgemeine Vollmacht
In fuenf Schritten zu Ihrer rechtssicheren Vollmacht.
- 1
Parteien eingeben
Tragen Sie die vollstaendigen Personalien von Vollmachtgeber und Bevollmaechtigtem ein.
- 2
Umfang festlegen
Waehlen Sie die Bereiche, in denen der Bevollmaechtigte Sie vertreten darf.
- 3
Zeitraum bestimmen
Entscheiden Sie, ob die Vollmacht befristet oder unbefristet gelten soll.
- 4
Zusatzoptionen waehlen
Konfigurieren Sie Untervollmacht, Haftungsregelung und Beglaubigungsbedarf.
- 5
Pruefen und herunterladen
Ueberpruefen Sie die Vollmacht in der Live-Vorschau und laden Sie sie als PDF herunter.
Rechtliche Hinweise
Bei der Erteilung einer Vollmacht sind folgende rechtliche Aspekte zu beachten.
Diese Vorlage dient ausschliesslich zu Informationszwecken und stellt keine Rechtsberatung dar. Fuer eine auf Ihre Situation zugeschnittene Beratung wenden Sie sich an einen zugelassenen Rechtsanwalt.
Geprueft fuer deutsches Recht
Formfreiheit und Ausnahmen (§ 167 BGB)
Grundsaetzlich ist die Vollmachtserteilung formfrei. Ausnahmen: Fuer Grundstuecksgeschaefte empfiehlt sich notarielle Form, fuer unwiderrufliche Vollmachten ist sie erforderlich. Banken, Behoerden und Gerichte verlangen regelmaessig eine schriftliche Vollmacht — teilweise mit Beglaubigung.
Widerruf (§ 168 BGB)
Eine Vollmacht kann jederzeit widerrufen werden, sofern nichts anderes vereinbart ist. Der Widerruf wird gegenueber dem Bevollmaechtigten oder dem Dritten, gegenueber dem die Vollmacht bestand, wirksam. Die Vollmachtsurkunde sollte zurueckverlangt werden.
Geschaeftsfaehigkeit
Der Vollmachtgeber muss zum Zeitpunkt der Erteilung geschaeftsfaehig sein. Vollmachten, die von Geschaeftsunfaehigen erteilt werden, sind nichtig (§ 105 BGB). Bei Zweifeln an der Geschaeftsfaehigkeit empfiehlt sich eine notarielle Beurkundung mit aerztlichem Attest.
Missbrauchsschutz
Bei Missbrauch der Vollmacht durch den Bevollmaechtigten haftet dieser gegenueber dem Vollmachtgeber auf Schadensersatz (§§ 280 ff. BGB). Gegenueber gutglaeubigen Dritten bleibt die Vertretungsmacht aber wirksam — daher sollte der Umfang der Vollmacht wohlbedacht und nicht zu weit gefasst werden.
Haeufig gestellte Fragen
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