Kündigung Mietvertrag durch Mieter — Vorlage für Österreich
Kündigen Sie Ihren Mietvertrag in Österreich fristgerecht und rechtssicher. Unsere Vorlage für die Mieter-Kündigung nach österreichischem Recht berücksichtigt die Kündigungsfristen des MRG (§ 29 Abs 2), des ABGB (§ 1116), die Form des eingeschriebenen Briefs sowie die korrekte Wohnungsübergabe und Kautionsrückforderung — als professionelles PDF sofort verfügbar.
sehr geehrte/r Hausverwaltung Wien GmbH,
hiermit kündige ich / kündigen wir den mit Ihnen abgeschlossenen Mietvertrag vom 15.05.2022 über das oben bezeichnete Mietobjekt unter Einhaltung der gesetzlichen Kündigungsfrist von 1 Monat zum Monatsletzten ordentlich zum 31.07.2026 auf.
Bitte überweisen Sie ein allfälliges Guthaben auf folgendes Konto: AT12 1200 0123 4567 8900.
Was ist die Kündigung des Mietvertrags durch den Mieter in Österreich?
Die Kündigung eines Mietvertrags durch den Mieter ist die einseitige Willenserklärung, das Mietverhältnis zu einem bestimmten Zeitpunkt zu beenden. In Österreich unterscheidet sich die Kündigung je nachdem, ob der Mietvertrag befristet oder unbefristet abgeschlossen wurde und ob das Mietrechtsgesetz (MRG) oder das allgemeine Bürgerliche Gesetzbuch (ABGB — §§ 1090 ff.) anwendbar ist. Ein Mieter in Österreich, der seinen Mietvertrag kündigen will, muss stets die gesetzlich oder vertraglich vorgeschriebenen Fristen und die korrekte Form der Kündigungserklärung einhalten — andernfalls ist die Kündigung unwirksam oder es entsteht eine Mietzinspflicht über die gewünschte Kündigungszeit hinaus.
Bei befristeten Mietverträgen im österreichischen MRG-Vollanwendungsbereich gilt § 29 Abs 2 MRG: Der Mieter kann einen befristeten Hauptmietvertrag erstmals nach einem Jahr und danach jeweils zum letzten des Folgemonats mit einer Kündigungsfrist von einem Monat kündigen. Diese Regelung kann nicht zum Nachteil des Mieters abbedungen werden und stellt eine wichtige Schutzbestimmung des österreichischen Mietrechts dar. Bei unbefristeten Mietverhältnissen nach ABGB (§ 1116 ABGB) beträgt die gesetzliche Kündigungsfrist in der Regel einen Monat zum Monatsletzten, sofern nicht vertraglich eine längere Frist vereinbart wurde.
Die Kündigung muss in Österreich schriftlich und nachweisbar erfolgen — der eingeschriebene Brief (RSa oder RSb) ist das Standardmittel. Nur mit einem eingeschriebenen Brief kann der Mieter im Streitfall nachweisen, dass die Kündigung dem Vermieter zugegangen ist. Ergänzend empfehlen sich ein Übergabeprotokoll bei der Schlüsselrückgabe und eine schriftliche Vereinbarung über die Rückgabe der Kaution. Nach Beendigung des österreichischen Mietverhältnisses hat der Mieter Anspruch auf Rückgabe der vollständig gezahlten Kaution zuzüglich Zinsen, sofern keine berechtigten Schadenersatzansprüche des Vermieters bestehen.
Was diese Vorlage enthält
Die Doxuno-Kündigungsvorlage für Mieter in Österreich enthält alle formellen Anforderungen nach MRG und ABGB für eine rechtswirksame Mietvertragskündigung.
Absender und Empfänger
Vollständige Daten des kündigenden Mieters und des Vermieters — Name, Adresse — für die rechtssichere Zustellung per eingeschriebenem Brief in Österreich.
Mietobjekt
Genaue Bezeichnung des gekündigten Mietobjekts — Adresse, Stockwerk, Wohnungsnummer — sowie Datum des Mietvertragsabschlusses.
Kündigungsart
Wahlweise: Kündigung eines befristeten Vertrags nach § 29 Abs 2 MRG (nach 1 Jahr, 1 Monat Frist zum Letzten) oder eines unbefristeten Vertrags nach § 1116 ABGB (gesetzliche Frist).
Kündigungsdatum und -termin
Klare Angabe des Zeitpunkts, zu dem das Mietverhältnis enden soll — in Österreich stets zum Monatsletzten, unter Einhaltung der gesetzlichen oder vertraglichen Frist.
Wohnungsübergabe
Vorschlag für ein Übergabeprotokoll und Datum der Schlüsselrückgabe — wichtigstes Beweismittel für den Zustand der Wohnung bei Auszug in Österreich.
Kautionsrückforderung
Schriftliche Aufforderung zur Rückgabe der Kaution nach Vertragsende — mit Hinweis auf die Verzinsungspflicht nach § 16b MRG.
Adressangabe für Rückgabe
Angabe der neuen Anschrift des Mieters für die Zusendung der Kautionsrückzahlung und der Schlussabrechnung.
Einschreiben-Hinweis
Empfehlung zur Übermittlung der Kündigung per eingeschriebenem Brief (RSa/RSb) — zur Sicherstellung des Nachweises des Zugangs nach österreichischem Recht.
Betriebskosten-Schlussabrechnung
Hinweis auf die Pflicht des Vermieters zur Betriebskostenschlussabrechnung nach §§ 21 ff. MRG nach Beendigung des österreichischen Mietverhältnisses.
Datum und Unterschrift
Ort, Datum und eigenhändige Unterschrift des Mieters — formelle Anforderungen für eine wirksame Kündigung in Österreich.
So erstellen Sie Ihre Mieter-Kündigung für Österreich
In vier einfachen Schritten zu einer rechtswirksamen Mietvertragskündigung nach österreichischem Recht.
- 1
Kündigungsfristen berechnen
Prüfen Sie, ob Ihr Mietvertrag befristet oder unbefristet ist und ob MRG (§ 29 Abs 2 — mindestens 1 Monat Frist zum Letzten bei Befristung) oder ABGB (§ 1116 — gesetzliche oder vertragliche Frist) gilt. Berechnen Sie das frühestmögliche Kündigungsdatum.
- 2
Kündigungsschreiben ausfüllen
Tragen Sie Ihre Daten, die Daten des Vermieters und das genaue Mietobjekt ein. Formulieren Sie klar, zu welchem Datum das Mietverhältnis enden soll und fordern Sie die Rückgabe der Kaution an.
- 3
PDF herunterladen und versenden
Laden Sie das Kündigungsschreiben als PDF herunter und senden Sie es per eingeschriebenem Brief (RSa oder RSb) an den Vermieter — damit ist der Zugang bei Streitigkeiten vor österreichischen Gerichten nachweisbar.
- 4
Wohnung übergeben
Vereinbaren Sie einen Termin zur Schlüsselrückgabe und Erstellung eines Übergabeprotokolls. Bestehen Sie auf einer schriftlichen Bestätigung über die Rückgabe sowie auf der fristgerechten Rückgabe der Kaution mit Zinsen nach § 16b MRG.
Rechtliche Hinweise für Österreich
Das österreichische Mietrecht schützt Mieter bei der Kündigung weitreichend — Fristen und Form sind genau einzuhalten.
Diese Vorlage dient ausschließlich zu Informationszwecken und stellt keine Rechtsberatung dar. Für eine auf Ihre Situation zugeschnittene Beratung wenden Sie sich an einen zugelassenen Rechtsanwalt oder Notar in Österreich.
Geprüft für österreichisches Recht
Kündigung befristeter Mietverträge nach § 29 Abs 2 MRG
Das österreichische Mietrechtsgesetz (MRG) schützt Mieter befristeter Hauptmietverträge besonders: Nach § 29 Abs 2 MRG kann der Mieter einen befristeten Mietvertrag frühestens nach Ablauf von einem Jahr seit Vertragsbeginn kündigen — und danach jeweils zum Letzten des übernächsten Monats mit einer Kündigungsfrist von einem Monat. Diese Schutzregel ist zwingend und kann vertraglich nicht zum Nachteil des Mieters abbedungen werden. Österreichische Mieter befristeter Verträge haben damit ein wichtiges Sonderrecht auf vorzeitige Kündigung.
Unbefristete Mietverträge nach § 1116 ABGB
Bei unbefristeten Mietverhältnissen, die nicht unter das MRG fallen oder für die vertraglich keine längere Frist vereinbart wurde, gilt in Österreich § 1116 ABGB: Die gesetzliche Kündigungsfrist beträgt bei Wohnungen in der Regel einen Monat zum Monatsletzten. Viele österreichische Mietverträge sehen jedoch längere Kündigungsfristen (z. B. drei Monate) vor — diese vertraglichen Fristen sind einzuhalten. Österreichische Gerichte prüfen im Streitfall genau, welche Frist vereinbart wurde und ob der Kündigungstermin korrekt berechnet wurde.
Kautionsrückgabe nach § 16b MRG
Der österreichische Mieter hat nach Beendigung des Mietverhältnisses Anspruch auf vollständige Rückgabe der Kaution zuzüglich Zinsen, sofern keine berechtigten Schadenersatzansprüche des Vermieters bestehen (§ 16b MRG). Der Vermieter darf die Kaution nur für tatsächliche, nachgewiesene Schäden einbehalten — normale Abnutzung begründet keinen Einbehalt. Österreichische Mieter können bei unrechtmäßigem Einbehalt der Kaution die Schlichtungsstelle der Gemeinde oder das Bezirksgericht anrufen.
Wohnungsübergabe und Übergabeprotokoll in Österreich
Ein Übergabeprotokoll bei Auszug ist in Österreich zwar gesetzlich nicht vorgeschrieben, aber dringend empfohlen: Es dokumentiert den Zustand der Wohnung bei Rückgabe und verhindert spätere Streitigkeiten über angebliche Schäden. Vermieter und Mieter sollten das Protokoll gemeinsam unterzeichnen. Werden Mängel festgestellt, sind diese mit Foto zu dokumentieren. Österreichische Gerichte stützen sich im Kautions-Streit regelmäßig auf das Übergabeprotokoll als zentrales Beweismittel.
Häufig gestellte Fragen
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