Landesspezifische Rechtsinhalte
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Verkaufen Sie Möbel, Elektronik, Maschinen oder andere bewegliche Gegenstände rechtssicher nach österreichischem Recht. Unsere Vorlage deckt alle Anforderungen der §§ 1053 ff. ABGB, der Gewährleistungsregelungen (§§ 922 ff. ABGB) und des KSchG ab — in wenigen Minuten als professionelles PDF für Österreich fertig.
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Ein Kaufvertrag für bewegliche Sachen ist eine Vereinbarung, durch die der Verkäufer verpflichtet wird, die Kaufsache zu übergeben und dem Käufer das Eigentum daran zu verschaffen, während der Käufer den vereinbarten Kaufpreis zu zahlen hat (§§ 1053 ff. ABGB). Im österreichischen Recht ist zu beachten, dass Verpflichtungsgeschäft (Kaufvertrag) und Verfügungsgeschäft (Eigentumsübergang) getrennt zu betrachten sind: Das Eigentum an beweglichen Sachen geht erst durch körperliche Übergabe (Tradition) auf den Käufer über (§ 425 ABGB) — der bloße Vertragsabschluss genügt in Österreich nicht.
Das österreichische Gewährleistungsrecht schützt Käufer besonders umfassend: Bei einem Mangel, der zum Zeitpunkt der Übergabe vorlag, kann der Käufer zunächst Verbesserung oder Austausch verlangen (§§ 922 ff. ABGB). Erst wenn dies unmöglich oder unverhältnismäßig ist, stehen Preisminderung oder Vertragsauflösung zu. Die Gewährleistungsfrist beträgt bei beweglichen Sachen zwei Jahre ab Übergabe (§ 933 ABGB); bei Verbrauchern greift eine Beweislastumkehr für sechs Monate nach § 924 ABGB, sodass vermutet wird, der Mangel habe bereits bei Übergabe bestanden. Im Unterschied zum deutschen Recht kann die Gewährleistung in Österreich nur zwischen Unternehmern beschränkt werden.
In Österreich ist der Kaufvertrag für bewegliche Sachen grundsätzlich formfrei — er kann mündlich, schriftlich oder konkludent abgeschlossen werden. Dennoch empfiehlt sich gerade bei höherwertigen Gegenständen stets die Schriftform, weil sie den Beweis der Mängelfreiheit, des vereinbarten Kaufpreises und des Übergabezeitpunkts erleichtert. Österreichische Gerichte — Bezirksgericht (BG) oder Landesgericht (LG) — orientieren sich an den Vertragsdokumenten als primärer Erkenntnisquelle. Auch für das österreichische Finanzamt ist ein schriftlicher Kaufvertrag bei Fahrzeugen oder Betriebsmitteln regelmäßig Pflicht.
Die Doxuno-Kaufvertragsvorlage für bewegliche Sachen in Österreich enthält alle gesetzlich relevanten Klauseln nach ABGB und KSchG.
Vollständige Identifikation von Verkäufer und Käufer — Name, Adresse, bei Unternehmen Firmenbuchnummer nach österreichischem Firmenbuchrecht.
Genaue Beschreibung der beweglichen Sache — Art, Marke, Modell, Seriennummer, Zustand (neu/gebraucht) und alle wertbestimmenden Merkmale.
Kaufpreis in Euro (€) inkl. oder exkl. USt, Fälligkeit, Zahlungsart (Bar, Überweisung, Ratenzahlung) sowie ggf. Anzahlungsvereinbarung.
Klare Regelung, wann das Eigentum auf den Käufer übergeht — in der Regel bei Übergabe und Zahlung; bei Ratenzahlung optional Eigentumsvorbehalt nach österreichischem Recht.
Übergabeort, Übergabedatum und Regelung, ab wann der Käufer die Gefahr des zufälligen Untergangs trägt (§ 1064 ABGB).
Deklaration des Zustands der Sache; bei Gebrauchtware: ausdrücklicher Hinweis auf bekannte Mängel zur Vermeidung von Gewährleistungsansprüchen.
Gesetzliche Gewährleistungsfrist von 2 Jahren bei beweglichen Sachen; bei Verbraucherkauf (B2C) keine Beschränkung möglich — bei B2B vertragliche Kürzung zulässig.
Regelung zu Schadensersatzansprüchen bei schuldhafter Pflichtverletzung des Verkäufers nach österreichischem Schadenersatzrecht.
Bei Fernabsatz- und Haustürgeschäften: gesetzliches Widerrufsrecht nach FAGG (Fern- und Auswärtsgeschäfte-Gesetz) von 14 Tagen für Verbraucher.
Optionaler Eigentumsvorbehalt: Der Verkäufer behält das Eigentum bis zur vollständigen Kaufpreiszahlung — wichtig bei Ratenzahlung oder Vorkasse-Lieferung.
Österreichisches Recht (ABGB, KSchG) mit Gerichtsstand am Wohnsitz des Beklagten oder am vereinbarten Übergabeort in Österreich.
Salvatorische Klausel, Schriftformerfordernis für Änderungen sowie Vollständigkeitsklausel nach österreichischem Vertragsrecht.
In vier Schritten zu einem rechtssicheren österreichischen Kaufvertrag — auch ohne juristische Vorkenntnisse.
Beschreiben Sie den Kaufgegenstand so genau wie möglich — Typ, Marke, Modell, Seriennummer, Baujahr und Zustand. Eine genaue Beschreibung verhindert spätere Mängelstreitigkeiten nach österreichischem Gewährleistungsrecht.
Geben Sie die vollständigen Daten von Verkäufer und Käufer ein. Legen Sie den Kaufpreis in Euro und die Zahlungsmodalitäten fest — bar, Überweisung oder Raten.
Bestimmen Sie Übergabedatum und -ort sowie die Gewährleistungsbedingungen. Bei Gebrauchtware zwischen Privatpersonen können Sie bekannte Mängel ausdrücklich deklarieren, um Gewährleistungsansprüche nach österreichischem Recht auszuschließen.
Kontrollieren Sie alle Angaben in der Live-Vorschau und laden Sie Ihren fertigen österreichischen Kaufvertrag für bewegliche Sachen als professionelles PDF herunter. Beide Parteien unterzeichnen das Dokument.
Vier Dinge, die unsere Vorlagen umfassender als KI-Entwürfe und aktueller als statische Vorlagenbibliotheken machen.
Mit juristischer Expertise pro Rechtsordnung entworfen, deutlich umfassender als KI-Entwürfe, die generische Klauseln über Ländergrenzen hinweg kopieren.
Vorlagen mit Gesetzeszitaten werden laufend aktualisiert, sobald sich die Rechtslage ändert. Dein Dokument spiegelt immer den aktuellen Rechtsstand wider.
Kostenloser Download. Vektortext, eingebettete Schriften und Paragraphenzitate direkt in den Klauseln. Drucken, unterschreiben, ablegen. Bereit für jeden Unterschriftenfluss, inklusive elektronischer Signatur.
Bearbeite das Dokument nach dem Download direkt in Word. Eigene Klauseln ergänzen, die Vorlage für ähnliche Vereinbarungen wiederverwenden oder mit einer Kollegin teilen und gemeinsam am Entwurf feilen.
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Jede Vorlage entsteht originär für ihr Land, stützt sich auf die einschlägigen Vorschriften und wird von einer zugelassenen Anwältin oder einem zugelassenen Anwalt vor Ort geprüft – und bei jeder Gesetzesänderung aktualisiert.
Das österreichische Kaufrecht für bewegliche Sachen hat gegenüber anderen Rechtsordnungen einige Besonderheiten, die Käufer und Verkäufer kennen sollten.
Diese Vorlage dient ausschließlich zu Informationszwecken und stellt keine Rechtsberatung dar. Für eine auf Ihre Situation zugeschnittene Beratung wenden Sie sich an einen zugelassenen Rechtsanwalt oder Notar in Österreich.
Geprüft für österreichisches Recht
In Österreich gilt das Traditionsprinzip: Das Eigentum an beweglichen Sachen geht nicht schon durch den Kaufvertrag, sondern erst durch die körperliche Übergabe der Sache auf den Käufer über (§ 425 ABGB). Ein schriftlicher Kaufvertrag dokumentiert daher sowohl das Verpflichtungsgeschäft als auch den Zeitpunkt des Verfügungsgeschäfts. Bei Eigentumsvorbehalt — also wenn das Eigentum erst mit vollständiger Bezahlung übergehen soll — ist der Vorbehalt ausdrücklich im Vertrag zu vereinbaren; ohne diese Vereinbarung geht das Eigentum mit der Übergabe über, unabhängig davon, ob der Kaufpreis bereits bezahlt wurde.
Das österreichische Gewährleistungsrecht nach §§ 922 ff. ABGB ist bei Verbraucherkäufen (B2C) zwingend und kann nicht zum Nachteil des Verbrauchers abbedungen werden. Bei beweglichen Sachen besteht eine Gewährleistungsfrist von zwei Jahren ab Übergabe. In den ersten sechs Monaten wird gesetzlich vermutet, dass ein Mangel bereits bei Übergabe vorlag (§ 924 ABGB — Beweislastumkehr). Der Käufer hat zunächst Anspruch auf Verbesserung oder Austausch; erst wenn dies scheitert, kommen Preisminderung oder Wandlung (Vertragsauflösung) in Betracht. Zwischen Unternehmern (B2B) kann die Gewährleistung vertraglich auf ein Jahr oder auf bestimmte Mängelarten beschränkt werden.
Kaufverträge mit Verbrauchern in Österreich unterliegen dem strengen Konsumentenschutzgesetz (KSchG). Unzulässig sind insbesondere Klauseln, die die gesetzlichen Gewährleistungsrechte ausschließen oder wesentlich verschlechtern (§ 9 KSchG). Bei Fernabsatzverträgen (Onlineshops, Teleshopping) und Haustürgeschäften gilt das Fern- und Auswärtsgeschäfte-Gesetz (FAGG) mit einem 14-tägigen Widerrufsrecht für österreichische Verbraucher. Verstöße gegen das KSchG können zur Nichtigkeit der betreffenden Klausel führen.
Streitigkeiten aus Kaufverträgen über bewegliche Sachen werden in Österreich bei einem Streitwert bis 15.000 € vor dem Bezirksgericht (BG) verhandelt; darüber ist das Landesgericht (LG) zuständig (§ 49 JN). Österreichische Verbraucher können bei der Konsumentenschutzstelle oder dem VKI (Verein für Konsumenteninformation) außergerichtliche Hilfe in Anspruch nehmen, bevor ein Gerichtsverfahren eingeleitet wird. Bei grenzüberschreitenden Kaufverträgen gilt in Österreich das UN-Kaufrecht (CISG), sofern beide Parteien ihre Niederlassung in Vertragsstaaten haben und das CISG nicht ausdrücklich ausgeschlossen wird.
Füllen Sie das Formular aus und laden Sie Ihren rechtssicheren österreichischen Kaufvertrag nach §§ 1053 ff. ABGB sofort als professionelles PDF herunter.
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