Landesspezifische Rechtsinhalte
Mit juristischer Expertise pro Rechtsordnung entworfen, deutlich umfassender als KI-Entwürfe, die generische Klauseln über Ländergrenzen hinweg kopieren.
Erstellen Sie einen rechtssicheren befristeten Dienstvertrag nach österreichischem Recht. Die Vorlage berücksichtigt das Sachlichkeitsgebot der österreichischen OGH-Rechtsprechung für Mehrfachbefristungen, die Abfertigungsregelung nach BMSVG und alle ASVG-Pflichten. Als PDF herunterladen — für Österreich konzipiert.
PDF (kostenlos) + bearbeitbares Word (.docx) mit Expert
Verfügbar als druckfertiges PDF oder als bearbeitbares Microsoft Word (.docx).
Ein befristeter Arbeitsvertrag begründet ein Dienstverhältnis, das zu einem im Voraus bestimmten Zeitpunkt automatisch endet — ohne Kündigung. In Österreich richtet sich die Befristung für Angestellte nach § 19 Abs 1 AngG, für Arbeiter nach § 1158 ABGB. Das Dienstverhältnis endet mit Ablauf der vereinbarten Frist von Gesetzes wegen, ohne dass es einer Auflösungserklärung bedarf. Eine vorzeitige Kündigung ist im befristeten Verhältnis grundsätzlich ausgeschlossen — außer bei vereinbartem Kündigungsrecht oder außerordentlicher Auflösung aus wichtigem Grund.
Österreichisches Recht erlaubt Befristungen für sachlich gerechtfertigte Zwecke: Saisonbetriebe, Vertretungen (z. B. Karenzvertretung), Projektarbeit oder die Erprobung neuer Tätigkeiten. Die mehrfache Aneinanderreihung von Befristungen ohne sachlichen Grund (Kettenverträge) ist nach ständiger OGH-Rechtsprechung unzulässig und führt zur Umwandlung in ein unbefristetes Dienstverhältnis. Der sachliche Grund für jede Verlängerung muss dokumentiert werden.
In Österreich endet ein befristetes Dienstverhältnis mit Zeitablauf und löst grundsätzlich keinen Anspruch auf Abfertigung Alt (§§ 23, 23a AngG) aus. Für Eintritte ab 2003 gilt die Abfertigung Neu nach BMSVG: Der Dienstgeber zahlt laufend 1,53 % des Bruttolohns in die Vorsorgekasse ein — unabhängig davon, ob das Dienstverhältnis befristet oder unbefristet ist. Die ASVG-Anmeldepflicht gilt österreichweit auch für befristete Beschäftigungen ab dem ersten Arbeitstag.
Die österreichische Vorlage für befristete Arbeitsverträge deckt alle wesentlichen Regelungsbereiche ab, die für ein rechtssicheres befristetes Dienstverhältnis erforderlich sind.
Vollständige Angaben zu Dienstgeber und Dienstnehmer inkl. Firmenbuchnummer und Geburtsdatum.
Klar definierter Beginn und Ende des befristeten Dienstverhältnisses mit exaktem Enddatum.
Dokumentation des sachlichen Grundes (Saisonbetrieb, Karenzvertretung, Projekt) zur OGH-konformen Absicherung.
Regelung von maximal zulässigen Verlängerungen mit jeweils neuem sachlichen Grund gemäß österreichischer Rechtsprechung.
Stellenbezeichnung, Aufgaben, Monatsbruttogehalt und Kollektivvertrag-Verweis nach § 3 ArbVG.
Wöchentliche Normalarbeitszeit nach AZG, Lage und etwaige Überstundenregelung.
Anteiliger Urlaub nach UrlG, Auszahlung bei Vertragsende (§ 10 UrlG — Urlaubsersatzleistung).
Hinweis auf die österreichische Pflichtversicherung nach ASVG, auch für befristete Dienstverhältnisse.
Dienstgeberbeitrag 1,53 % in die betriebliche Vorsorgekasse — gilt auch bei Befristung.
Regelung zur außerordentlichen Auflösung aus wichtigem Grund nach § 27 AngG / § 1162 ABGB.
Optionaler Probemonat (max. 1 Monat, § 19 Abs 2 AngG) auch in befristeten Verhältnissen möglich.
Regelung zur Rückgabe von Firmeneigentum und Ausstellung des Dienstzeugnisses bei Vertragsende.
Folgen Sie diesen Schritten, um einen rechtssicheren befristeten Dienstvertrag nach österreichischem Recht zu erstellen.
Definieren Sie klar den sachlichen Grund für die Befristung (z. B. Saisonbetrieb, Karenzvertretung, Projektarbeit). Ohne sachlichen Grund riskieren Sie nach österreichischer OGH-Rechtsprechung die Umwandlung in ein unbefristetes Dienstverhältnis.
Tragen Sie Beginn- und Enddatum präzise ein. Legen Sie Monatsbruttogehalt und Kollektivvertrag-Zuordnung fest und prüfen Sie das KV-Mindestgehalt via WKÖ oder AK.
Bestimmen Sie die wöchentliche Normalarbeitszeit nach AZG und den anteiligen Urlaubsanspruch nach UrlG. Halten Sie fest, wie nicht verbrauchter Urlaub bei Vertragsende behandelt wird.
Melden Sie den Dienstnehmer vor Dienstantritt beim zuständigen Krankenversicherungsträger (ÖGK) an. Auch befristete Dienstverhältnisse unterliegen der österreichischen Pflichtversicherung nach ASVG.
Lassen Sie den Vertrag von beiden Parteien unterzeichnen und händigen Sie je eine Ausfertigung aus. Bewahren Sie den Sachlichkeitsnachweis für etwaige Verlängerungen sorgfältig auf.
Vier Dinge, die unsere Vorlagen umfassender als KI-Entwürfe und aktueller als statische Vorlagenbibliotheken machen.
Mit juristischer Expertise pro Rechtsordnung entworfen, deutlich umfassender als KI-Entwürfe, die generische Klauseln über Ländergrenzen hinweg kopieren.
Vorlagen mit Gesetzeszitaten werden laufend aktualisiert, sobald sich die Rechtslage ändert. Dein Dokument spiegelt immer den aktuellen Rechtsstand wider.
Kostenloser Download. Vektortext, eingebettete Schriften und Paragraphenzitate direkt in den Klauseln. Drucken, unterschreiben, ablegen. Bereit für jeden Unterschriftenfluss, inklusive elektronischer Signatur.
Bearbeite das Dokument nach dem Download direkt in Word. Eigene Klauseln ergänzen, die Vorlage für ähnliche Vereinbarungen wiederverwenden oder mit einer Kollegin teilen und gemeinsam am Entwurf feilen.
Erfordert einen Expert-Einmalkauf oder ein laufendes Doxuno-Abonnement.
Jede Vorlage entsteht originär für ihr Land, stützt sich auf die einschlägigen Vorschriften und wird von einer zugelassenen Anwältin oder einem zugelassenen Anwalt vor Ort geprüft – und bei jeder Gesetzesänderung aktualisiert.
Befristete Dienstverhältnisse in Österreich unterliegen besonderen Regelungen, die über den einfachen Ablauf des Vertrags hinausgehen.
Diese Vorlage dient ausschließlich zu Informationszwecken und stellt keine Rechtsberatung dar. Für eine auf Ihre Situation zugeschnittene Beratung wenden Sie sich an einen zugelassenen Rechtsanwalt oder die Arbeiterkammer in Österreich.
Geprüft für österreichisches Recht
Die mehrfache Aneinanderreihung befristeter Dienstverhältnisse (Kettenverträge) ist in Österreich nach ständiger OGH-Rechtsprechung nur dann zulässig, wenn für jede Befristung ein sachlich gerechtfertigter Grund vorliegt. Fehlt dieser, wird das Arbeitsverhältnis als unbefristetes Dienstverhältnis gewertet. Österreichische Gerichte — insbesondere das Arbeits- und Sozialgericht (ASG) und der OGH — prüfen den sachlichen Grund im Streitfall streng. Dienstgeber sollten den Befristungsgrund schriftlich dokumentieren.
Endet ein befristetes Dienstverhältnis durch Zeitablauf, hat der Dienstnehmer Anspruch auf Urlaubsersatzleistung für nicht verbrauchten Urlaub (§ 10 UrlG). Abfertigung Alt (§§ 23, 23a AngG) fällt bei Zeitablauf grundsätzlich nicht an. Bei der Abfertigung Neu (BMSVG) zahlt der Dienstgeber österreichweit laufend 1,53 % in die Vorsorgekasse ein — der Dienstnehmer hat nach Ende des Dienstverhältnisses Anspruch auf das angesparte Kapital.
Befristet Beschäftigte dürfen in Österreich gegenüber vergleichbaren unbefristet Beschäftigten nicht benachteiligt werden — weder im Entgelt noch in anderen Arbeitsbedingungen. Das Gleichbehandlungsgesetz (GlBG) und die EU-Richtlinie über befristete Arbeitsverhältnisse sind österreichweit anzuwenden. Verstöße können beim Arbeits- und Sozialgericht (ASG) geltend gemacht werden. Die Arbeiterkammer Österreich (AK) berät kostenlos.
Nutzen Sie unsere kostenlose Vorlage für einen rechtssicheren befristeten Dienstvertrag nach österreichischem Recht. Daten eingeben, Vorschau prüfen, als PDF herunterladen.
Kostenloses PDF · Bearbeitbares Word mit Expert · Kein Konto erforderlich