Landesspezifische Rechtsinhalte
Mit juristischer Expertise pro Rechtsordnung entworfen, deutlich umfassender als KI-Entwürfe, die generische Klauseln über Ländergrenzen hinweg kopieren.
Übertragen Sie Hof, Familienunternehmen oder Liegenschaft zu Lebzeiten rechtssicher mit einem Übergabsvertrag nach österreichischem Recht. Unsere Vorlage berücksichtigt die §§ 938 ff. und 1053 ff. ABGB, die Notariatsakt-Pflicht des § 943 ABGB bei Liegenschaften, das Ausgedinge mit Wohn- und Fruchtgenussrecht (§§ 472–530 ABGB), die Pflegeverpflichtung sowie die höferechtlichen Sondervorschriften — als professionelles PDF für Österreich sofort verfügbar.
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Ein Übergabsvertrag ist nach österreichischem Recht das klassische Instrument der vorweggenommenen Erbfolge — typischerweise wird damit ein Bauernhof, ein Familienunternehmen, eine Liegenschaft oder ein größeres Vermögen zu Lebzeiten von einer Generation auf die nächste übertragen. Der Übergabsvertrag ist nach österreichischer Doktrin ein Mischvertrag aus Schenkung (§§ 938 ff. ABGB) und Veräußerung (§§ 1053 ff. ABGB) und enthält in aller Regel Gegenleistungen, die typisch sind für die österreichische Übergabepraxis: das Ausgedinge mit Wohnungsgebrauchsrecht oder Fruchtgenussrecht, eine Pflegeverpflichtung der Übernehmerin, eine Naturalausnahme (Lebensmittel, Heizmaterial, Wäsche), Ausgleichszahlungen an weichende Geschwister und gegebenenfalls eine Schuldübernahme.
In Österreich ist der Übergabsvertrag bei Liegenschaftsübertragungen nach § 943 ABGB iVm § 1 Notariatsaktsgesetz und § 67 NO ausnahmslos notariatsaktpflichtig — die Eintragung im österreichischen Grundbuch verlangt die öffentliche Beurkundung der Aufsandungserklärung. Auch wenn der Vertrag Erbverzichts- oder Pflichtteilsverzichtsklauseln enthält (üblich bei Übergaben an einen einzelnen Nachkommen), gilt nach § 1247 ABGB beziehungsweise § 770 ABGB der Notariatszwang. Die Doxuno-Vorlage dient in diesen Fällen als hochwertiger Entwurf zur Vorlage bei einem österreichischen Notar oder einer Notarin — die endgültige Beurkundung erfolgt in der Notariatskanzlei.
Eine österreichische Besonderheit sind die höferechtlichen Sondervorschriften: Für geschlossene Höfe in Tirol, Vorarlberg und Kärnten gelten die landesrechtlichen Höferechte; bundesweit kommt das Anerbengesetz 1958 (BGBl 106/1958) zum Tragen, das die geschlossene Übergabe landwirtschaftlicher Betriebe an einen Anerben ohne Realteilung sicherstellt. Steuerlich profitieren Übergabsverträge in Österreich vom abgeschafften Schenkungssteuersystem (seit 1.8.2008) — es greifen lediglich die Anzeigepflicht nach § 121a BAO und bei Liegenschaften die Grunderwerbsteuer nach dem Stufentarif des § 7 GrEStG mit dem vergünstigten Familienverband-Tarif (0,5 % bis 250.000 EUR; 2 % bis 400.000 EUR; 3,5 % darüber). Eine Pflichtteilsanrechnung nach §§ 781, 785 ABGB ist regelmäßig vertraglich zu regeln, um spätere Erbstreitigkeiten in der Familie zu vermeiden.
Die Doxuno-Übergabsvertrag-Vorlage für Österreich deckt alle wesentlichen Bestandteile eines familiären Vermögensübergangs ab — von Liegenschaft bis Pflegevereinbarung.
Vollständige Identifikation beider Parteien mit Familienstand und Ehepartnerangabe — relevant für Ehepakte und güterrechtliche Wirkungen nach österreichischem Familienrecht.
Detaillierte Beschreibung — Liegenschaft (mit EZ, KG, österreichischem Grundbuchsgericht), Bauernhof, Familienunternehmen, GmbH-Anteile oder Mischformen.
Erfassung des mitübergebenen Inventars (Maschinen, Vieh, Vorräte) und des gemeinen Werts in EUR — Grundlage für Anzeigepflicht und Pflichtteilsanrechnung in Österreich.
Optionale Gegenleistungen — Ausgleichsbeträge, Übernahme grundbücherlich besicherter Kredite, Pfandrechte; Mischvertrag aus Schenkung und Kauf nach österreichischem Recht.
Lebenslanges Wohnrecht der Übergeber/innen — höchstpersönlich, im österreichischen Grundbuch als Dienstbarkeit eintragungsfähig.
Vorbehalt der Nutzung und Erträge auf Lebenszeit — typisch bei Hofübergaben mit Mietzinsen, Pachten oder Erträgen; ebenfalls grundbuchsfähig.
Pflegevereinbarung mit Eskalationsstufen — von häuslicher Betreuung bis zur Heimunterbringung; persönliche Reallast nach österreichischer Rechtsprechung.
Klassische ländliche Reallast — Lebensmittel, Heizmaterial, Wäsche aus dem Hof; in Österreich besonders bei landwirtschaftlichen Übergaben üblich.
Klauseln zu Ausgleichszahlungen an Geschwister, die nicht den Hof übernehmen — Schutz vor späteren Pflichtteilsstreitigkeiten in Österreich.
Rückforderungsrecht für Übergeber/innen bei bestimmten Tatbeständen — Vorversterben des Übernehmers ohne Nachkommen, Veräußerung; im Grundbuch sicherbar.
Hinweise zum Anerbengesetz 1958 (BGBl 106/1958) und den landesrechtlichen Höferechten in Tirol, Vorarlberg und Kärnten — geschlossene Hofübergabe ohne Realteilung.
Hinweise zur Anzeigepflicht nach § 121a BAO und zur Grunderwerbsteuer nach § 7 GrEStG — Familienverband-Tarif für die österreichische Generationenübergabe.
In fünf strukturierten Schritten zu einem rechtssicheren österreichischen Übergabsvertrag — mit allen typischen Klauseln der Generationenübergabe.
Geben Sie die vollständigen Personendaten von Übergeber/in und Übernehmer/in ein — inklusive Familienstand und Ehepartnerangaben. In Österreich sind diese Angaben relevant für Ehepakte (§§ 1217 ff. ABGB), Aufteilungsansprüche bei späterer Scheidung sowie für die Pflichtteilsberechnung nach §§ 757 ff. ABGB. Bei landwirtschaftlichen Übergaben ist die Stellung des Übergebers (Eigentümer oder Anerbe) zu klären.
Beschreiben Sie den Übergabsgegenstand möglichst präzise — bei Liegenschaften mit Einlagezahl (EZ), Katastralgemeinde (KG) und zuständigem österreichischen Grundbuchsgericht; bei Höfen mit Inventarliste (Maschinen, Vieh, Vorräte). Ergänzen Sie den Verkehrswert in EUR. Bei Liegenschaftsübergaben greift in Österreich die Notariatsakt-Pflicht nach § 943 ABGB.
Bestimmen Sie die typischen Gegenleistungen der österreichischen Übergabepraxis: Wohnungsgebrauchsrecht (§§ 521–530 ABGB), Fruchtgenussrecht (§§ 509–520 ABGB), Pflegeverpflichtung mit Eskalationsstufen, Naturalausnahme. Diese Rechte sind bei Liegenschaften zwingend im österreichischen Grundbuch als Dienstbarkeiten oder Reallasten einzutragen, um Wirksamkeit gegen Dritte zu erlangen.
Bei Hofübergaben oder Liegenschaftsübergaben an einen einzelnen Nachkommen sind Ausgleichszahlungen an die anderen Pflichtteilsberechtigten zu vereinbaren — andernfalls drohen nach österreichischem Erbrecht spätere Pflichtteilsklagen. Empfehlenswert ist eine Pflichtteilsanrechnungsklausel mit Wertsicherung nach VPI 2020. Bei höferechtlich geschlossenen Höfen in Tirol/Vorarlberg/Kärnten gelten Sondervorschriften.
Bei Liegenschaftsübergaben oder Vereinbarungen mit Erbverzichtsklauseln vereinbaren Sie einen Termin bei einem österreichischen Notar oder einer Notarin — die Doxuno-Vorlage dient als sorgfältig strukturierter Entwurf. Bei reinen Übergaben beweglicher Sachen mit wirklicher Übergabe können Sie die Vorlage als professionelles PDF herunterladen und unterzeichnen.
Vier Dinge, die unsere Vorlagen umfassender als KI-Entwürfe und aktueller als statische Vorlagenbibliotheken machen.
Mit juristischer Expertise pro Rechtsordnung entworfen, deutlich umfassender als KI-Entwürfe, die generische Klauseln über Ländergrenzen hinweg kopieren.
Vorlagen mit Gesetzeszitaten werden laufend aktualisiert, sobald sich die Rechtslage ändert. Dein Dokument spiegelt immer den aktuellen Rechtsstand wider.
Kostenloser Download. Vektortext, eingebettete Schriften und Paragraphenzitate direkt in den Klauseln. Drucken, unterschreiben, ablegen. Bereit für jeden Unterschriftenfluss, inklusive elektronischer Signatur.
Bearbeite das Dokument nach dem Download direkt in Word. Eigene Klauseln ergänzen, die Vorlage für ähnliche Vereinbarungen wiederverwenden oder mit einer Kollegin teilen und gemeinsam am Entwurf feilen.
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Jede Vorlage entsteht originär für ihr Land, stützt sich auf die einschlägigen Vorschriften und wird von einer zugelassenen Anwältin oder einem zugelassenen Anwalt vor Ort geprüft – und bei jeder Gesetzesänderung aktualisiert.
Der Übergabsvertrag ist eines der komplexesten Vertragstypen des österreichischen Zivilrechts — Mischcharakter, Notariatsakt-Pflicht, Pflichtteilsansprüche und höferechtliche Sondervorschriften greifen ineinander.
Diese Vorlage dient ausschließlich zu Informationszwecken und stellt keine Rechtsberatung dar. Für eine auf Ihre Situation zugeschnittene Beratung wenden Sie sich an einen zugelassenen Rechtsanwalt oder Notar in Österreich.
Geprüft für österreichisches Recht
Bei einem österreichischen Übergabsvertrag, der eine Liegenschaft betrifft, ist nach § 943 ABGB iVm § 1 Notariatsaktsgesetz und § 67 NO zwingend ein Notariatsakt erforderlich. Die Eintragung der Eigentumsübertragung im österreichischen Grundbuch verlangt die öffentliche Beurkundung der Aufsandungserklärung. Eine privatschriftliche Liegenschaftsübergabe wäre nichtig. Auch wenn der Übergabsvertrag Erbverzichts- (§ 1247 ABGB) oder Pflichtteilsverzichtsklauseln (§ 770 ABGB) enthält — was bei Hofübergaben sehr häufig ist — gilt der Notariatszwang. Der Notar fungiert in Österreich als rechtskundige Stelle, die beide Parteien über die rechtlichen Folgen umfassend belehrt.
Das Ausgedinge ist ein typisches österreichisches Institut, das im Übergabsvertrag der Generation der Übergeber/innen die Lebensgrundlage sichert. Es umfasst typischerweise drei Komponenten: das Wohnungsgebrauchsrecht (§§ 521–530 ABGB) als persönliche Dienstbarkeit, das Fruchtgenussrecht (§§ 509–520 ABGB) für Erträge und Mietzinse, sowie die Pflegeverpflichtung als persönliche Reallast nach österreichischer Doktrin. Bei Liegenschaftsübergaben sind diese Rechte zur Wirksamkeit gegen Dritte zwingend im Grundbuch als Dienstbarkeiten oder Reallasten einzutragen (§§ 472 ff. ABGB iVm § 9 GBG). Die Pflegeverpflichtung wird in Österreich häufig mit Eskalationsstufen vereinbart — von häuslicher Betreuung bis zur Übernahme der Heimkosten —, um spätere Streitigkeiten zu vermeiden.
Bei Hof- oder Liegenschaftsübergaben an ein einzelnes Kind drohen in Österreich nach §§ 781, 785 ABGB Pflichtteilsergänzungsansprüche der weichenden Geschwister — ein zentrales Risiko der Generationenübergabe. Schenkungen an Pflichtteilsberechtigte sind nach österreichischem Erbrecht zeitlich unbegrenzt anrechenbar, jene an Nicht-Pflichtteilsberechtigte nur innerhalb der Zweijahresfrist vor dem Erbfall. Ein Übergabsvertrag sollte daher in Österreich regelmäßig eine ausdrückliche Pflichtteilsanrechnungsklausel mit Wertsicherung nach VPI 2020 enthalten. Alternativ können die weichenden Geschwister selbst per Pflichtteils- oder Erbverzichtsvertrag (§§ 770, 1247 ABGB — Notariatsakt zwingend) ihre künftigen Ansprüche dem Anerben überlassen.
Eine Besonderheit des österreichischen Rechts ist das Höferecht. Das bundesweite Anerbengesetz 1958 (BGBl 106/1958) sichert die geschlossene Übergabe landwirtschaftlicher Betriebe an einen Anerben — der Hof bleibt als Einheit bestehen, wird nicht real geteilt, und die weichenden Geschwister erhalten einen reduzierten Pflichtteilsanteil (Wohlbestehenskonzept). Zusätzlich gelten in Tirol, Vorarlberg und Kärnten landesrechtliche Höferechte mit eigenen Vorschriften für geschlossene Höfe. Bei einer Hofübergabe in diesen Bundesländern ist nach österreichischem Recht zu prüfen, ob es sich um einen geschlossenen Hof oder einen Erbhof im Sinne des Höferechts handelt — die Beurkundung durch einen österreichischen Notar mit Höferecht-Erfahrung wird dringend empfohlen.
Laden Sie die Übergabsvertrag-Vorlage nach §§ 938 ff. & 1053 ff. ABGB als professionelles PDF herunter — mit Ausgedinge, Pflegevereinbarung, Pflichtteilsanrechnung und Notariatsakt-Hinweis. Optimaler Entwurf zur Vorlage bei Ihrem österreichischen Notar.
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