Landesspezifische Rechtsinhalte
Mit juristischer Expertise pro Rechtsordnung entworfen, deutlich umfassender als KI-Entwürfe, die generische Klauseln über Ländergrenzen hinweg kopieren.
Schützen Sie Ihr Unternehmenswissen mit einer rechtssicheren Geheimhaltungsvereinbarung nach österreichischem Recht. Ob einseitig oder gegenseitig — unsere Vorlage deckt alle wesentlichen Klauseln nach UWG, ABGB und österreichischem Wettbewerbsrecht ab und ermöglicht es Ihnen, Ihr NDA in wenigen Minuten als professionelles PDF herunterzuladen.
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Eine Geheimhaltungsvereinbarung — auch Non-Disclosure Agreement (NDA) oder Vertraulichkeitsvereinbarung genannt — ist ein privatrechtlicher Vertrag, durch den sich eine oder beide Parteien verpflichten, bestimmte Informationen nicht an unbefugte Dritte weiterzugeben. Der Vertrag entsteht durch Angebot und Annahme im Sinne der §§ 861 ff. ABGB und ist ohne besondere Formvorschrift wirksam, sofern beide Parteien ihre übereinstimmende Willenserklärung abgeben. Die schriftliche Form ist dennoch dringend zu empfehlen, weil sie im Streitfall als Beweismittel dient und die vereinbarten Pflichten eindeutig dokumentiert.
Man unterscheidet drei Hauptformen: Das einseitige NDA (unilateral) verpflichtet nur die empfangende Partei zur Geheimhaltung und kommt typischerweise bei der Beauftragung von Freelancern, Beratern oder Lieferanten zum Einsatz. Das gegenseitige NDA (bilateral) bindet beide Seiten gleichermaßen und ist bei Kooperationsgesprächen, gemeinsamen Projekten oder M&A-Transaktionen üblich. Das mehrseitige NDA (multilateral) regelt Vertraulichkeitspflichten zwischen drei oder mehr Parteien, etwa in Konsortien oder Forschungsverbünden. Je nach Szenario lassen sich Konventionalstrafen, Rückgabepflichten und VIAC-Schiedsklauseln ergänzen.
In Österreich wird der Schutz von Geschäftsgeheimnissen primär durch die §§ 26a bis 26j UWG geregelt, die die EU-Richtlinie 2016/943 über den Schutz vertraulichen Know-hows umsetzen. Ergänzend greifen § 11 UWG (unlautere Geschäftspraktiken), § 122 StGB (Verrat von Geschäfts- und Betriebsgeheimnissen) sowie die allgemeinen Vertragsbestimmungen der §§ 859 ff. ABGB. Das österreichische Recht verlangt keine behördliche Registrierung einer NDA; ein unterschriebener Privatvertrag ist vor ordentlichen Gerichten und dem VIAC-Schiedsgericht vollständig durchsetzbar. Eine gut formulierte Geheimhaltungsvereinbarung ist nach österreichischem Recht außerdem der Nachweis dafür, dass das Unternehmen „angemessene Schutzmaßnahmen" i. S. d. § 26b UWG ergriffen hat.
Die Doxuno-NDA-Vorlage für Österreich deckt alle gesetzlich relevanten Klauseln des UWG und ABGB ab und lässt sich einseitig wie gegenseitig einsetzen.
Vollständige Identifikation aller Parteien — Name, Firmenbuchnummer, Sitz und Vertreter gemäß österreichischem Firmenbuch.
Weite Definition nach § 26b UWG: technisches Know-how, Geschäftsstrategien, Kundenlisten, Finanzdaten und Quellcode.
Wahlweise unilaterale oder bilaterale Verpflichtungsstruktur je nach Informationsfluss zwischen den Parteien.
Frei wählbare Vertragslaufzeit (typisch 3–5 Jahre) mit Option auf fortlaufenden Schutz echter Geschäftsgeheimnisse.
Vier Standardausnahmen: öffentlich bekannte Informationen, vorheriger Besitz, unabhängige Entwicklung, gesetzliche Offenlegungspflicht.
Vertraglich vereinbarte Pauschalstrafe nach § 1336 ABGB — erleichtert die Rechtsdurchsetzung ohne Schadensnachweis.
Pflicht zur Rückgabe oder nachweislichen Vernichtung aller vertraulichen Unterlagen und Datensätze bei Vertragsende.
Klare Zweckbindung — die empfangende Partei darf vertrauliche Informationen nur für den vereinbarten Zweck verwenden.
Optionale Klausel zum Verbot der Abwerbung von Mitarbeitern und Kunden für die Dauer des Vertrags.
Österreichisches Recht (ABGB, UWG) — wahlweise ordentliche Gerichte oder VIAC-Schiedsgericht Wien.
Kompatibel mit qualifizierter elektronischer Signatur nach eIDAS-VO und Signaturgesetz (SigG).
Salvatorische Klausel, Schriftformerfordernis für Änderungen und vollständige Vertragsklausel nach ABGB.
Ohne juristische Vorkenntnisse — unsere Vorlage führt Sie Schritt für Schritt durch alle erforderlichen Angaben.
Entscheiden Sie, ob Sie ein einseitiges NDA (nur eine Partei gibt Informationen preis) oder ein gegenseitiges NDA (beide Seiten tauschen vertrauliche Daten aus) benötigen. Bei Freelancer-Beauftragungen und Lieferantengesprächen ist das einseitige NDA die Standardform.
Geben Sie die vollständigen Firmendaten beider Parteien ein: Firmenname, Firmenbuchnummer (FN), Sitz und den Namen des zeichnungsberechtigten Vertreters. Verwenden Sie die exakte Firmenbuchbezeichnung, um die Vertragsidentität sicherzustellen.
Beschreiben Sie konkret, welche Informationskategorien als vertraulich gelten sollen. Legen Sie anschließend die Geheimhaltungsdauer fest — in Österreich sind drei bis fünf Jahre für allgemeine Geschäftsinformationen üblich; echte Geschäftsgeheimnisse i. S. d. § 26b UWG können zeitlich unbegrenzt geschützt bleiben.
Ergänzen Sie nach Bedarf eine Konventionalstrafe (§ 1336 ABGB), ein Abwerbeverbot, eine VIAC-Schiedsklausel oder eine Datenschutzklausel nach DSGVO/DSG, falls personenbezogene Daten übermittelt werden.
Kontrollieren Sie das fertige Dokument in der Live-Vorschau, laden Sie es als professionelles PDF herunter und lassen Sie es von beiden Parteien unterzeichnen — handschriftlich oder mittels qualifizierter elektronischer Signatur.
Vier Dinge, die unsere Vorlagen umfassender als KI-Entwürfe und aktueller als statische Vorlagenbibliotheken machen.
Mit juristischer Expertise pro Rechtsordnung entworfen, deutlich umfassender als KI-Entwürfe, die generische Klauseln über Ländergrenzen hinweg kopieren.
Vorlagen mit Gesetzeszitaten werden laufend aktualisiert, sobald sich die Rechtslage ändert. Dein Dokument spiegelt immer den aktuellen Rechtsstand wider.
Kostenloser Download. Vektortext, eingebettete Schriften und Paragraphenzitate direkt in den Klauseln. Drucken, unterschreiben, ablegen. Bereit für jeden Unterschriftenfluss, inklusive elektronischer Signatur.
Bearbeite das Dokument nach dem Download direkt in Word. Eigene Klauseln ergänzen, die Vorlage für ähnliche Vereinbarungen wiederverwenden oder mit einer Kollegin teilen und gemeinsam am Entwurf feilen.
Erfordert einen Expert-Einmalkauf oder ein laufendes Doxuno-Abonnement.
Jede Vorlage entsteht originär für ihr Land, stützt sich auf die einschlägigen Vorschriften und wird von einer zugelassenen Anwältin oder einem zugelassenen Anwalt vor Ort geprüft – und bei jeder Gesetzesänderung aktualisiert.
Beim Abschluss einer Geheimhaltungsvereinbarung in Österreich sind mehrere rechtliche Besonderheiten zu beachten, die sich von der deutschen Rechtslage wesentlich unterscheiden.
Diese Vorlage dient ausschließlich zu Informationszwecken und stellt keine Rechtsberatung dar. Für eine auf Ihre Situation zugeschnittene Beratung wenden Sie sich an einen zugelassenen Rechtsanwalt in Österreich.
Geprüft für österreichisches Recht
Österreich hat die EU-Richtlinie 2016/943 über den Schutz von Geschäftsgeheimnissen durch §§ 26a bis 26j UWG umgesetzt. Danach gilt eine Information als Geschäftsgeheimnis, wenn sie geheim ist, wirtschaftlichen Wert hat und Gegenstand angemessener Geheimhaltungsmaßnahmen ist. Eine schriftliche NDA gilt als zentraler Nachweis dieser „angemessenen Maßnahmen". Bei Verletzung stehen dem Geheimnisinhaber in Österreich Unterlassungs-, Beseitigungs- und Schadenersatzansprüche sowie Ansprüche auf Auskunft und Herausgabe des Verletzergewinns zu. Ergänzend kann nach § 122 StGB eine strafrechtliche Verfolgung wegen Verrats von Geschäftsgeheimnissen drohen.
In Österreich kann die Konventionalstrafe nach § 1336 ABGB frei vereinbart werden; sie ist vom tatsächlichen Schaden unabhängig und erleichtert die Rechtsdurchsetzung erheblich. Im Unterschied zu Deutschland steht dem Richter in Österreich nach § 1336 Abs 2 ABGB ein ausdrückliches Mäßigungsrecht zu, wenn die Strafe unverhältnismäßig hoch ist. Praxisempfehlung: Setzen Sie die Konventionalstrafe auf einen betragsmäßig realistischen, aber abschreckenden Betrag, und formulieren Sie ausdrücklich, dass weitergehende Schadenersatzansprüche unberührt bleiben.
Streitigkeiten aus einer NDA zwischen Unternehmen werden in Österreich vor dem zuständigen Landesgericht oder Handelsgericht Wien (HG Wien) ausgetragen. Für internationale Handelsstreitigkeiten bietet das VIAC (Vienna International Arbitral Centre) ein bewährtes Schiedsverfahren, das Vertraulichkeit, Schnelligkeit und internationale Vollstreckbarkeit nach dem New Yorker Übereinkommen verbindet. Fügen Sie eine VIAC-Klausel ein, wenn die Gegenpartei ihren Sitz im Ausland hat oder Diskretion besonders wichtig ist.
NDA-Klauseln gegenüber Dienstnehmern in Österreich müssen das Angestelltengesetz (AngG) und das ABGB beachten. Eine übermäßige Einschränkung der beruflichen Entwicklung kann nach § 879 ABGB sittenwidrig sein. Das nachvertragliche Konkurrenzverbot (§ 36 AngG) ist von der Geheimhaltungspflicht strikt zu trennen und bedarf einer separaten Regelung. Österreichische Gerichte, insbesondere das Arbeits- und Sozialgericht Wien (ASG), wenden hier einen strengen Verhältnismäßigkeitsmaßstab an.
Füllen Sie das Formular aus und laden Sie Ihre rechtssichere NDA nach österreichischem Recht sofort als professionelles PDF herunter — ohne Rechtskenntnisse erforderlich.
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