Landesspezifische Rechtsinhalte
Mit juristischer Expertise pro Rechtsordnung entworfen, deutlich umfassender als KI-Entwürfe, die generische Klauseln über Ländergrenzen hinweg kopieren.
In Deutschland sterben jährlich rund 900.000 Menschen — und für etwa 600.000 Erbfälle wird ein Erbschein beim Nachlassgericht beantragt. Banken, Versicherungen und das Grundbuchamt verlangen den Erbschein als Nachweis der Erbenstellung (<strong>§ 30 GBO</strong>). Mit unserem rechtssicheren Muster stellen Sie den Antrag formgerecht und mit allen erforderlichen Angaben nach <strong>§ 352 FamFG</strong> — einschließlich Stammbaum, eidesstattlicher Versicherung und Anlagenverzeichnis. Vier Arten werden abgedeckt: gesetzlicher, testamentarischer, gemeinschaftlicher Erbschein und Teilerbschein.
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Der Erbschein ist ein vom Nachlassgericht ausgestelltes Zeugnis, das die Person des Erben sowie den Umfang des Erbrechts ausweist (<strong>§ 2353 BGB</strong>). Er wird nur auf Antrag erteilt — nicht von Amts wegen. Zuständig ist das Nachlassgericht am Amtsgericht des letzten gewöhnlichen Aufenthalts des Erblassers (<strong>§ 343 Abs. 1 FamFG</strong>). Der Erbschein begründet die Vermutung der Richtigkeit (<strong>§ 2365 BGB</strong>) und schützt Dritte im Geschäftsverkehr durch die Gutglaubenswirkung (<strong>§ 2366 BGB</strong>).
Vier Arten werden unterschieden. Der <strong>gesetzliche Erbschein</strong> kommt bei fehlendem Testament zum Einsatz und verweist auf die gesetzliche Erbfolge nach <strong>§§ 1924-1931 BGB</strong>. Der <strong>testamentarische Erbschein</strong> beruht auf einem Testament oder Erbvertrag (<strong>§§ 1937, 2197 BGB</strong>). Der <strong>gemeinschaftliche Erbschein</strong> nach <strong>§ 2357 BGB</strong> weist alle Miterben mit ihren Quoten aus — relevant bei Erbengemeinschaften und der Grundbuchberichtigung. Der <strong>Teilerbschein</strong> nach § 2353 Abs. 2 BGB bescheinigt nur den eigenen Anteil — sinnvoll, wenn unter Miterben Streit besteht.
Der Antrag muss eine <strong>eidesstattliche Versicherung</strong> nach <strong>§ 2356 BGB</strong> und <strong>§ 352 FamFG</strong> enthalten — die Vermögensübersicht des Nachlasses, die Erklärung zu weiteren Erben und die Belehrung über die Strafbarkeit nach <strong>§ 156 StGB</strong> (Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder Geldstrafe). Die EV wird üblicherweise vor einem Notar oder im Nachlassgericht zur Niederschrift abgegeben. Die Gebühren richten sich nach dem Nachlasswert und betragen für die Erteilung eine 1,0 Gebühr (KV Nr. 12210 GNotKG).
Unser Muster für den Erbschein-Antrag deckt alle vier Erbschein-Arten und alle Pflichtangaben nach § 352 FamFG ab.
Formalisierter Antrag mit Rechtsbegehren, Angaben zum Erblasser, Erbenstellung und Verfahrensgang — bereit für die Einreichung beim Amtsgericht am letzten Wohnsitz des Erblassers in Deutschland.
Gesetzlicher Erbschein (§§ 1924 ff. BGB), testamentarischer Erbschein (§§ 1937, 2197 BGB), gemeinschaftlicher Erbschein (§ 2357 BGB) und Teilerbschein (§ 2353 Abs. 2 BGB) — mit zugeschnittenem Antrag-Wortlaut je Art.
Name, Geburtsdatum, Sterbedatum, Sterbeort, letzte Anschrift und Staatsangehörigkeit — Pflichtangaben für die Zuständigkeitsprüfung und Erbfolgebestimmung.
Keine letztwillige Verfügung, eigenhändiges Testament, notarielles Testament, Erbvertrag oder Berliner Testament — mit Erfassung von Datum, Verwahrungsort und Eröffnungs-Aktenzeichen.
Lückenloser Nachweis der Verwandtschaftskette mit Eltern, Geschwistern, Kindern und vorverstorbenen Erben — entscheidend für die Erbfolgeprüfung nach § 352 Abs. 3 FamFG.
Strukturierte EV nach § 2356 BGB mit vier Punkten (Richtigkeit, keine weiteren Erben, keine Streitigkeiten, vollständige Wahrheit) und ausdrücklicher Belehrung über § 156 + § 161 StGB.
Strukturiertes Verzeichnis: Sterbeurkunde, Geburtsurkunden, Heiratsurkunden, Testament / Eröffnungsprotokoll, Familienstammbuch, Negativbescheinigung Zentrales Testamentsregister und sonstige Anlagen.
Optionaler Hilfsantrag nach § 2353 Abs. 2 BGB bei Streit unter Miterben oder verzögerter Mitwirkung — erlaubt die Verfügung über den eigenen Anteil ohne Wartezeit.
Hinweise auf die Grundbuchberichtigung (§ 30 GBO) und das Erbschaftsteuerverfahren (§ 35 ErbStG) — schafft Klarheit über den weiteren Verfahrensgang in Deutschland.
In fünf Schritten zu Ihrem formgerechten Antrag beim Nachlassgericht in Deutschland.
Maßgeblich ist das Amtsgericht am letzten gewöhnlichen Aufenthalt des Erblassers (§ 343 Abs. 1 FamFG). Bei letztem Wohnsitz im Ausland: Amtsgericht Schöneberg in Berlin (§ 343 Abs. 3 FamFG). Notieren Sie Name, Anschrift und ggf. das vom Standesamt mitgeteilte Eröffnungs-Aktenzeichen.
Geben Sie Ihre Daten als Erbe bzw. Miterbe ein (Name, Anschrift, Geburtsdatum, Beziehung zum Erblasser) sowie die vollständigen Daten des Erblassers (Name, Geburts- und Sterbedatum, Sterbeort, letzte Anschrift, Staatsangehörigkeit).
Wählen Sie die passende Art (gesetzlich, testamentarisch, gemeinschaftlich oder Teilerbschein) und ergänzen Sie bei vorhandenem Testament Datum, Verwahrungsort und Eröffnungs-Aktenzeichen. Bei gemeinschaftlichem Erbschein: Anzahl der Miterben angeben.
Mit Expert tragen Sie den Stammbaum (Eltern, Geschwister, Kinder, Vorverstorbene), die eidesstattliche Versicherung (Vermögensübersicht, keine weiteren Erben, keine Verzichte) und das Anlagenverzeichnis (Sterbeurkunde, Geburtsurkunden, Heiratsurkunden, Testament) strukturiert ein.
Kontrollieren Sie die Vorschau, laden Sie das Dokument als PDF herunter. Den Antrag persönlich beim Notar (für die EV) abgeben oder elektronisch nach § 14 Abs. 2 FamFG i.V.m. § 130a ZPO einreichen. Wichtig: die EV muss notariell oder gerichtlich abgegeben werden — sie kann nicht rein elektronisch erfolgen.
Vier Dinge, die unsere Vorlagen umfassender als KI-Entwürfe und aktueller als statische Vorlagenbibliotheken machen.
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Vorlagen mit Gesetzeszitaten werden laufend aktualisiert, sobald sich die Rechtslage ändert. Dein Dokument spiegelt immer den aktuellen Rechtsstand wider.
Kostenloser Download. Vektortext, eingebettete Schriften und Paragraphenzitate direkt in den Klauseln. Drucken, unterschreiben, ablegen. Bereit für jeden Unterschriftenfluss, inklusive elektronischer Signatur.
Bearbeite das Dokument nach dem Download direkt in Word. Eigene Klauseln ergänzen, die Vorlage für ähnliche Vereinbarungen wiederverwenden oder mit einer Kollegin teilen und gemeinsam am Entwurf feilen.
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Der Erbschein wird vom Nachlassgericht in Deutschland nur auf Antrag erteilt. Die Verfahrensdauer beträgt typischerweise vier bis zwölf Wochen, je nach Komplexität der Verwandtschaftsverhältnisse und Vollständigkeit der Unterlagen.
Diese Vorlage dient ausschließlich zu Informationszwecken und stellt keine Rechtsberatung dar. Bei komplexen Erbfolgen (Auslandsberührung, EU-Erbverordnung, Erbverträge, mehrere Testamente), bei Streit unter Miterben oder bei hohem Nachlasswert wenden Sie sich an einen im Erbrecht erfahrenen Rechtsanwalt oder Notar in Deutschland — der Beratungshilfeschein vom Amtsgericht kann die Kosten für die Erstberatung übernehmen.
Geprüft für deutsches Erbschein-Verfahren (BGB + FamFG)
Die eidesstattliche Versicherung nach § 2356 BGB i.V.m. § 352 FamFG ist eine strafbewehrte Erklärung. Eine vorsätzlich falsche Versicherung führt zu Freiheits- oder Geldstrafe nach § 156 StGB (bis zu drei Jahren); auch die fahrlässig falsche Versicherung ist nach § 161 StGB strafbar. Die EV wird üblicherweise vor einem Notar oder beim Nachlassgericht zur Niederschrift abgegeben — eine rein elektronische Abgabe ist nicht zulässig.
Die Gebühren staffeln sich nach dem Nachlasswert nach dem Gerichts- und Notarkostengesetz (GNotKG). Für die Erteilung des Erbscheins fällt eine 1,0 Gebühr nach KV Nr. 12210 GNotKG an; die EV beim Notar löst eine zusätzliche 1,0 Gebühr nach KV Nr. 23300 GNotKG aus. Beispiel: bei 200.000 EUR Nachlasswert rund 870 EUR insgesamt; bei 500.000 EUR rund 1.700 EUR.
Bei einem notariellen Testament mit Eröffnungsniederschrift kann auf den Erbschein verzichtet werden, soweit Banken, Versicherungen oder das Grundbuchamt die Erbenstellung daraus zweifelsfrei feststellen können (§ 35 GBO als alternative Nachweisart). Bei eigenhändigem Testament wird i.d.R. trotzdem der Erbschein verlangt — die Wirksamkeit des Testaments wird sonst vom Bankschalter nicht abschließend beurteilt.
Seit der ZPO/FamFG-Reform 2022 kann der Antrag als elektronisches Dokument mit qualifizierter elektronischer Signatur und über einen sicheren Übermittlungsweg (z.B. besonderes elektronisches Anwaltspostfach beA, beBPo, beN) eingereicht werden (§ 14 Abs. 2 FamFG i.V.m. § 130a ZPO). Die eidesstattliche Versicherung selbst muss aber weiterhin notariell oder zur Niederschrift des Nachlassgerichts abgegeben werden — die Schriftform der EV ist nicht digitalisierbar.
Bei Auslandsberührung (Erblasser mit gewöhnlichem Aufenthalt im Ausland, EU-ausländische Erblasser, Nachlass mit Auslandsvermögen) ist die EU-Erbrechtsverordnung (Nr. 650/2012) zu prüfen. Das deutsche Nachlassgericht ist zuständig, wenn der Erblasser seinen letzten gewöhnlichen Aufenthalt in Deutschland hatte. Zusätzlich kommt das Europäische Nachlasszeugnis als grenzüberschreitende Alternative zum Erbschein in Betracht.
Beantragen Sie den Erbschein beim zuständigen Nachlassgericht in Deutschland mit unserem rechtssicheren Muster nach §§ 2353 ff. BGB. Formular ausfüllen, Vorschau prüfen und sofort als PDF herunterladen — kein Konto erforderlich.
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